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Evaluation der leistungsbezogenen Mittelvergabe in Bremen

04.08.2005 - (idw) HIS Hochschul-Informations-System GmbH

Seit 2003 erhalten die vier staatlichen Hochschulen in Bremen einen Teil ihrer Zuschüsse auf Grundlage eines leistungsbezogenen Zuweisungsverfahrens. HIS wurde vom Senator für Bildung und Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen mit einer Evaluation dieses Verfahrens beauftragt und legt mit dieser Kurzinformation die Ergebnisse vor.
Die staatliche Hochschulsteuerung in Bremen erfolgt primär über Kontrakte zwischen dem Senator für Bildung und Wissenschaft und den Hochschulen, in denen quantitative und inhaltliche Zielsetzungen vereinbart werden. Durch die leistungsorientierte Mittelvergabe sollen die Kontrakte mit finanzieller Relevanz unterlegt werden. Ausschlaggebend ist dabei, in welchem Ausmaß die einzelnen Hochschulen ihre individuell in den Kontrakten vereinbarten Ziele erreichen konnten.
Wie die HIS-Studie zeigt, erweist sich die Verbindung von Kontraktmanagement und leistungsorientierter Mittelvergabe als geeignet, auch in vergleichsweise kleinen Hochschulsystemen wie Bremen wettbewerbliche Leistungsanreize bei der Hochschulfinanzierung zu setzen. Allerdings muss die Vergleichbarkeit der je Hochschule einbezogenen Leistungsbereiche in Zukunft stärker sichergestellt werden. Im HIS-Gutachten sind hierzu konkrete Empfehlungen enthalten. Weiterhin sollte zur Steigerung der Anreizwirkung eine Erhöhung des leistungsorientiert vergebenen Budgetanteils auf zehn Prozent der staatlichen Zuschüsse erfolgen. Dabei muss jedoch sichergestellt werden, dass die aus der Formel resultierenden Budgetansprüche der Hochschulen auch dann ausfinanziert werden können, wenn alle Hochschulen bei der Zielerreichung erfolgreich sind.
Ausgehend von dem HIS-Gutachten hat der Senator für Bildung und Wissenschaft in Bremen entschieden, das System der leistungsorientierten Mittelvergabe unter weitestgehender Berücksichtigung der formulierten Empfehlungen weiterzuführen.

Zur HIS-Kurzinformation A11/2005

Nähere Informationen:
Dr. Michael Jaeger, Tel. 0511 1220-151, Email: m.jaeger@his.de
Dr. Michael Leszczensky, Tel. 0511 1220-225, Email: leszczensky@his.de
Weitere Informationen: http://www.his.de/service/publikationen/kia
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