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"Der neue Familienbericht wird für Überraschungen sorgen"

15.08.2005 - (idw) Universität Bremen

Bremer Soziologin Helga Krüger Mitglied in Expertenkommission zum 7. Familienbericht Am Dienstag, 16. August 2005 stellt Familienministerin Renate Schmidt den 7. Familienbericht der Bundesregierung vor. Das 500-Seiten-Werk, erarbeitet von einer siebenköpfigen Expertenkommission, ist das Ergebnis zweijähriger wissenschaftlicher Arbeit und zahlreicher Diskussionen mit Vertretern von Gewerkschaften, Kirchen und Wirtschafts- und Familienverbänden. Entsprechend kritisch ist die Bestandsaufnahme der familienpolitischen Lage in Deutschland ausgefallen. "Zum ersten Mal werden Trends und Perspektiven für Familien in Deutschland im internationalen Vergleich bewertet", erläutert die Familiensoziologin Helga Krüger von der Universität Bremen. Sie ist eine der sieben Expertinnen, die unter Leitung des renommierten Familienforschers Hans Bertram den Bericht erstellt hat. "Insbesondere das dänische Familien-Modell könnte hier Vorbildfunktion haben. Neu ist auch, dass die Lebenslaufperspektiven von Frauen und Männern in den Mittelpunkt gestellt werden. Diese veränderten Perspektiven werden sicherlich für Überraschungen sorgen."

Im Familienbericht werden die Aspekte Geschlechterverhältnis, Generationenkonflikt, Ökonomie, Infrastruktur und Freizeit aus familienpolitischer Sicht analysiert und mit Empfehlungen der Experten dargestellt. Helga Krüger hat insbesondere an den Wechselwirkungen von Stadtentwicklung und Familienentwicklung mitgearbeitet. Als ein Forschungsergebnis unterstreicht die Wissenschaftlerin die Bedeutung der Infrastruktur für die Familienplanung und plädiert für eine Neugestaltung und Verknüpfung dieser beiden Entwicklungsstränge.

Achtung Redaktionen: Die Bremer Wissenschaftlerin Helga Krüger steht für Interviews zum 7. Familienbericht telefonisch unter 0162 / 9471075 zur Verfügung. Ein digitales Foto kann in der Pressestelle unter der E-Mail presse@uni-bremen.de angefordert werden.

Professorin Helga Krüger, Jahrgang 1940 studierte Soziologie an den Universitäten Bogota, Paris und Kiel. Seit 1974 ist sie Professorin für Soziologie an der Universität Bremen. Von 1986 bis 1994 war sie Leiterin des Forschungsschwerpunkts "Arbeit und Bildung"; Ende der 1980er Jahre war sie Mitbegründerin und Leiterin des Sonderforschungsbereichs "Statuspassagen und Risikolagen im Lebensverlauf" der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Helga Krüger übernahm Gastprofessuren an den Universitäten London, Toronto und Minneapolis. Sie ist Mitglied in zahlreichen Fachvereinigungen und wissenschaftlichen Beiräten. Ihre Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen liegen auf dem Gebiet der Familiensoziologie, Berufs- und Bildungssoziologie sowie der Sozialisations- und Lebenslaufforschung.

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