Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 18. Juni 2019 

Beruf des Klinikarztes muss wieder attraktiver werden

19.08.2005 - (idw) Helios Research Center GmbH

Schon im Medizinstudium kann patientennahe Ausbildung in Akademischen Lehrkrankenhäusern Lust auf den Klinikberuf machen

Fulda/Berlin 19.08.2005. Angesichts der Ärzteproteste in öffentlich-rechtlichen Großkliniken verschiedener Bundesländer und des nach wie vor bestehenden Ärztemangels auf dem Arbeitsmarkt ruft Ralf Michels, Hauptgeschäftsführer der HELIOS Kliniken GmbH, dazu auf, den Beruf des Klinikarztes wieder attraktiver zu machen. "Neben der Einführung leistungsgerechter Vergütungen und flacher Hierarchien muss jungen Medizinern bereits während des Medizin-studiums wieder Lust auf den Klinikberuf gemacht werden". Die patientennahe Ausbildung in Akademischen Lehrkrankenhäusern spiele dabei eine wichtige Rolle, so Michels. Ralf Michels, Hauptgeschäftsführer der HELIOS Kliniken GmbH:
"In dem Ärztemangel und den aktuellen Ärzteprotesten in staatlichen oder kommunalen Großkliniken spiegeln sich Fehler der Vergangenheit wider. Wir können die Attraktivität des Klinikarztberufes aber wesentlich steigern, wenn wir zum einen schon jungen Medizinern klare Karriere- und Entwicklungs-perspektiven bieten. Hierzu gehören flache Hierarchien und Entbürokratisierung der täglichen Arbeit genauso wie die Möglichkeit, auch in kleinen Häusern in Wissenschaft und klinischer Forschung aktiv zu sein. Zum anderen müssen wir schon in der Ausbildung der Medizinstudenten mehr Praxisbezug und mehr Orientierung auf den Patienten vermitteln."

Mehrstufiges Konzept zur Medizinerausbildung

Um als privates Unternehmen im Markt erfolgreich zu sein, ist für die HELIOS Kliniken GmbH höchste medizinische Ergebnisqualität erforderlich. Grundvoraussetzung hierfür ist auch eine hochwertige Medizinerausbildung. Ein wesentliches Element in der Ausbildung der Medizinstudenten ist das so genannte Praktische Jahr im letzten Jahr des Studiums, das in Akademischen Lehrkrankenhäusern absolviert wird.

"Gute und praxisnahe Ausbildung sichert unsere Versorgungsqualität in der Zukunft. Daher kommt der Zusammenarbeit zwischen Universität und Klinik eine besondere Bedeutung zu.", so Michels.

Insgesamt sieben der bundesweit 24 HELIOS-Kliniken sind so genannte Akademische Lehrkrankenhäuser. Die Kooperationspartner sind die jeweiligen medizinischen Fakultäten der Universitäten in Berlin, Freiburg, Witten/Herdecke, Dresden, Rostock und Jena. Akademische Lehrkrankenhäuser vermitteln den Medizinstudenten eine patientennahe Ausbildung und ergänzen das theorielastige, universitäre Studium. Viele Chefarztpositionen sind an diesen Kliniken durch Professoren oder habilitierte Ärzte besetzt. Diese Chefärzte verfügen aufgrund ihrer früheren oder parallel weiter bestehenden Universitätstätigkeit über Lehrerfahrung, welche den jungen Medizinern zugute kommt. So können in den Lehrkrankenhäusern beispielsweise Seminare auch in kleinsten Gruppen angeboten werden. Dies erweist sich insbesondere bei der Vermittlung von Diagnosetechniken, wie etwa Ultraschalluntersuchungen, als vorteilhaft, da die Medizinstudenten hier individuell betreut werden können.
Auch die Lehrkrankenhäuser selbst profitieren von der Ausbildung der Medizinstudenten. Durch die Ausbildungstätigkeit und die Vermittlung von Lehrinhalten werden die verantwortlichen Ärzte immer wieder zum Überdenken ihres eigenen Handelns veranlasst und bleiben wissenschaftlich aktiv.

Beispiel Titisee-Neustadt:

Die Mehrzahl der Akademischen Lehrkrankenhäuser im HELIOS-Konzern sind größere Kliniken mit einem breiten Fächerspektrum. Das Jüngste, die HELIOS Klinik Titisee-Neustadt, hingegen ist mit 150 Betten eine nur kleine Klinik der Grundversorgung. In der Ernennung zum Akademischen Lehrkrankenhaus sieht die Klinikleitung eine Anerkennung der medizinischen Leistungsfähigkeit und eine Bestätigung der seit Jahren enger werdenden Kooperation mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Im Wintersemester 2005/2006 beginnen die ersten neun Medizinstudenten mit der Ausbildung in den Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie und Gynäkologie/Geburtshilfe sowie Anästhesiologie. Die Klinik bietet den Studenten Lehrveranstaltungen und Seminare sowie einen PC-Arbeitsplatz, über den sie Zugriff auf die umfangreiche Zentralbibliothek des Konzerns erhalten. Lehrbeauftragte sind der Gastroenterologe PD Dr. med. Hans-Peter Allgaier und PD Dr. med. Stefan Eggstein, beide ehemals Universitätsklinikum Freiburg. Gemeinsam wollen sie das Akademische Lehrkrankenhaus in Titisee-Neustadt zum Zentrum für Baucherkrankungen für die ganze Region ausweiten.

Die Medizinstudenten profitieren von der hochwertigen, individuellen Ausbildung in der kleinen Klinik in Titisee-Neustadt und von dem guten Arbeitsklima: "Gegenüber einem Maximalversorger mit 1.000 Betten oder mehr haben wir den Vorteil, dass wir die Studenten individueller und somit intensiver aus-bilden können. Neben der Verpflichtung zur Ausbildung der Medizinstudenten ist unser Ziel natürlich auch, engagierte Nachwuchsärzte zu begeistern und zu gewinnen." so Dr. Allgaier.

Die HELIOS Kliniken GmbH ist mit einem Umsatz von EUR 1,2 Mrd. einer der großen privaten Träger von Akutkliniken. Derzeit gehören zum Konzern 24 Kliniken, darunter vier Krankenhäuser der Maxi-malversorgung in Erfurt, Berlin-Buch, Wuppertal und Schwerin. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen 18.000 Mitarbeiter bei einer Gesamtkapazität von 9.400 Betten und jährlich 330.000 stationär behan-delten Patienten.


Pressekontakt:
Dr. med. Johann Peter Prinz
Telefon: +49 6 61 83 39 - 5 79
E-Mail: pprinz@fulda.helios-kliniken.de
Weitere Informationen: http://www.helios-kliniken.de/stellent/websites/get_page.asp?ssDocName=hel_025466
uniprotokolle > Nachrichten > Beruf des Klinikarztes muss wieder attraktiver werden
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/104499/">Beruf des Klinikarztes muss wieder attraktiver werden </a>