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Auszeichnung für zwei Forscher des UKE

02.05.2002 - (idw) Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Diplom-Biologe Carsten Gentzsch (31) und Dr. rer. nat. Edelgard Kaiser (37), Abteilung für Osteopathologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), haben den GRY-Preis für Osteologie erhalten.

Mit dem von der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie erstmals verliehenen Preis wurden die beiden Wissenschaftler für eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Arbeit geehrt, die die Grundlage für eine weitere Möglichkeit zur Frühdiagnose von Osteoporose bilden könnte. Das Preisgeld von 8000 Euro teilen sie sich mit zwei weiteren Preisträgern.

Die Arbeit baut auf bereits früher prämierten Studien der Arbeitsgruppe von Abteilungsdirektor Prof. Dr. Günter Delling auf, die sich vorwiegend mit der Darstellung und Auswertung dreidimensionaler Knochenstruktur befasst haben. Carsten Gentzsch und Dr. Edelgard Kaiser haben kleinste Veränderungen in der Knochenstruktur untersucht, die durch Knochenfresszellen verursacht werden. Diese Zellen sitzen im Knochen und wirken unter anderem bei seiner fortlaufenden Erneuerung mit. Entsteht ein Ungleichgewicht zugunsten des Knochenabbaus, kann dies zu Osteoporose führen: Diese Schwächung der Knochenstabilität erhöht das Risiko von Knochenbrüchen. Mehrere der von den Knochenfresszellen verursachten Vertiefungen (Resorptionspits) bilden kleinste Strukturveränderungen (Resorptionslakunen) aus. Häufen sich diese, können irreparable Löcher (Perforationen) in der Knochenstruktur entstehen.

Die beiden Forscher fanden heraus, dass es bei nicht an Osteoporose Erkrankten jeweils zwei verschiedene Typen von Resorptionslakunen und Perforationen gibt. Diese Typen werden durch die Form und die Ausrichtung ihrer Resorptionspits charakterisiert. Derzeit untersuchen die Preisträger die Zusammenhänge zwischen dem Lebensalter und der Anzahl der Resorptionslakunen.

Rund zehn Prozent der Bevölkerung, so wird angenommen, sind an Osteoporose erkrankt. Von den geschätzten sieben Millionen Betroffenen in Deutschland sind allerdings nur 1,5 Millionen diagnostiziert. Allein in der Bundesrepublik werden dadurch jährlich Operations- und Rehabilitationskosten von 1,5 Milliarden Euro verursacht. Durch eine frühe Diagnose können die Chancen auf einen Therapieerfolg verbessert werden.

Informationen bei Carsten Gentzsch, Tel.: 040/42803-6366 oder
Dr. Edelgard Kaiser, Tel.: 040/42803-6364

Auf Wunsch mailen wir Ihnen gern Fotos der Preisträger.
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