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Stigmatisierung und Diskriminierung stoppen

25.08.2005 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN)

Förderpreis unterstützt gesellschaftliche Integration von Menschen mit psychischen Erkrankungen Zum dritten Mal wird der "Förderpreis Entstigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen" der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Kooperation mit der Stiftung Seelische Gesundheit, dem Verein Open the doors e.V. und der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH ausgeschrieben. Ziel des Preises ist die Förderung von Ideen, Konzepten und Maßnahmen, die sich für eine nachhaltige gesellschaftliche Integration von psychisch kranken Menschen einsetzen. Der Preis ist mit 6.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet im Rahmen des diesjährigen Kongresses der DGPPN am Donnerstag, den 24. November 2005, in Berlin statt, zu dem die Veranstalter mehr als 4.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarten.

Bewerbungen sind bis Freitag, den 30. September 2005, beim Ersten Vorsitzenden des Vereins Open the doors e.V., Prof. Dr. W. Gaebel, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Rheinische Kliniken Düsseldorf, Bergische Landstraße 2, 40629 Düsseldorf, einzureichen. Die Bewerbungsunterlagen sollten enthalten: 1. Die Darstellung eines Projektes oder einer Initiative, die durch Entstigmatisierung zur Integration psychisch Kranker in die Gesellschaft beiträgt. 2. Eine Übersicht über bisherige Aktivitäten, Veröffentlichungen etc. mit diesem Ziel. 3. Eine Selbstdarstellung der sich bewerbenden Personen oder Institutionen

Zur Lebensrealität von Menschen mit seelischen Erkrankungen gehören nicht nur durch die Symptome und direkten Folgen der Erkrankung, sondern auch die gesellschaftliche Stigmatisierung und Diskriminierung. Unwissenheit, Vorurteile und Ängste vor psychisch Erkrankten führen nicht selten zu sozialer Ausgrenzung, Isolation und Benachteiligung auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens. Daher hat die Weltgesundheitsorganisation WHO inzwischen Programme ins Leben gerufen, um über Wesen und Behandlungsmöglichkeiten psychischer Erkrankungen aufzuklären und durch persönlichen Kontakt zu Betroffenen der Stigmatisierung und Diskriminierung entgegen zu wirken. In Deutschland wurde im November 2004 in Berlin das "Nationale Programm zur Entstigmatisierung seelischer Erkrankungen" ins Leben gerufen. Das Programm ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), der Stiftung für Seelische Gesundheit und des Vereins Open the doors e.V. unter Mitwirkung des Bundesgesundheitsministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS). Die Schirmherrschaft liegt beim Bundessminister für Gesundheit.

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