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Körperliches Training fördert die körpereigene Stammzellenbildung: Perspektiven für die Herzinfarkt-Behandlung05.09.2005 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.
Europäischer Kardiologenkongress ESC in Stockholm (2.-6. September 2005)
Sportliche Betätigung fördert die Entstehung von körpereigenen Stammzellen nach einem Herzinfarkt, die für die Regeneration von Gefäßen und Muskeln sorgen. Das konnten deutsche Forscher jetzt im Tierexperiment nachweisen, berichteten sie auf dem Europäischen Kardiologenkongress ESC in Stockholm. Weitere Forschung soll den möglichen therapeutischen Nutzen für herzkranke Menschen zeigen.
"Unsere Untersuchung zeigt, dass regelmäßige körperliche Betätigung bei chronischem Myokard-Infarkt im Tiermodell die Ausschüttung von speziellen Stammzellen aus dem Knochenmark fördert", berichtete Dr. Axel Linke vom Herzzentrum Leipzig. Aktuelle Forschungsergebnisse zur Stammzellentherapie sind eines der Top-Themen bei Europas größtem Medizin-Kongress.
In der Arbeit der Leipziger Forscher geht es um so genannte endotheliale Vorläuferzellen (EPC), die für die Gefäßregeneration nach Schädigungen wie etwa einem Herzinfarkt sorgen, und um Stammzellen, die für die Skelettmuskelregeneration verantwortlich sind. Bei Ratten mit chronischem Herzinfarkt, die sich täglich eine Stunde auf einem Laufrad bewegten, beobachteten die Wissenschafter eine vier- bis siebenfach höhere Ausschüttung dieser Stammzellen als bei deren bewegungsarmen Artgenossen. Eine genau Gewebeanalyse soll jetzt zeigen, in welchem Ausmaß die durch Bewegung gezielt geförderte Stammzellen-Ausschüttung die Regeneration von Organen und Gewebe, insbesondere im durch den Infarkt geschädigten Herzmuskel, unterstützt.
"Der positive langfristige Einfluss körperlichen Trainings auf die Endothelfunktion wurde inzwischen von verschiedenen Forschergruppen weltweit beschrieben. Die Ergebnisse dieser Arbeiten können interessante neue Forschungsimpulse für die Weiterentwicklung der Therapie nach einem Herzinfarkt liefern", kommentiert der Sprecher der Deutschen Kardiologengesellschaft Prof. Dr. Eckart Fleck die aktuellen Diskussionen in Stockholm.
Kontakt:
Prof. Dr. Eckart Fleck, Pressesprecher der DGK (Berlin)
Christiane Limberg, Pressereferentin der DGK (Düsseldorf)
B&K, Bettschart & Kofler Medien- und Kommunikationsberatung (Wien); (0043-1) 3194378-18; bettschart@bkkommunikation.at
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