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Siemens mit zwei Chancen auf den Deutschen Zukunftspreis 2005

06.09.2005 - (idw) Siemens AG

Erstmals in der fast zehnjährigen Geschichte des Deutschen Zukunftspreises ist ein Unternehmen an zwei der vier Nominierungen beteiligt. Siemens ist in diesem Jahr mit der Röntgenröhre Straton vertreten, einem Schlüsselbaustein des schnellsten Computertomographen der Welt, und der Piezo-Einspritztechnik für Diesel- und Benzinmotoren. Die Gewinner des mit 250.000 Euro dotierten Preises wird Bundespräsident Horst Köhler am 11. November in Berlin bekannt geben. "Für diesen Preis nominiert zu werden, ist bereits eine Auszeichnung. Ich freue mich über diese Leistung unserer Forscher und Entwickler", sagte Klaus Kleinfeld, Vor-standsvorsitzender der Siemens AG. "Beide Beispiele zeigen, wie Siemens mit innova-tiven Techniken völlig neue Wege in etablierten Märkten erschließt und dabei wirtschaft-lich erfolgreich ist - und das auf so unterschiedlichen Gebieten wie der Automobil- und der Medizintechnik."

Mit der Röntgenröhre Straton verfolgten die Entwickler um Dr. Peter Schardt von Sie-mens Medical Solutions ein neues Konzept bei der Abbildungstechnik in Computerto-mographen. Damit ist es möglich, feinste Blutgefäße des schlagenden Herzens in bis-her unerreichter Auflösung von weniger als 0,4 Millimetern abzubilden. Erkrankungen der Herzkranzgefäße können so früher und genauer erkannt werden. Bei anderen An-wendungen, etwa der Untersuchung der Leber oder bei Unfallpatienten, verkürzen sich die Untersuchungszeiten erheblich. Die Röntgenröhre Straton kommt in dem Computer-tomographen Somatom Sensation 64 zum Einsatz, von dem seit der Einführung 2003 weltweit mehr als 350 Geräte installiert wurden.

Bei der Nominierung der Direkteinspritztechnik mit Piezo-Injektoren gibt es ein weiteres Novum. Erstmals besteht das Team der Nominierten aus Vertretern zweier Unterneh-men, die im unmittelbaren Wettbewerb stehen: Siemens VDO Automotive und die Ro-bert Bosch GmbH. Die Piezo-Technik erlaubt eine gezieltere Dosierung des Kraftstoffs beim Einspritzen in den Verbrennungsraum. Damit können Verbrauch und Emissionen deutlich gesenkt werden. Forscher von Siemens Corporate Technology haben das Ver-fahren seit Anfang der 1980er Jahre in Zusammenarbeit mit den Entwicklern des Auto-mobilzulieferers Siemens VDO zur Marktreife gebracht. Die Serieneinführung der Di-rekteinspritzung für Dieselmotoren durch Siemens VDO fand im Jahr 2000 statt. Den Serienstart für die piezo-basierte Benzindirekteinspritzung plant der Automobilzulieferer für 2006. Seit Mitte der 1990er Jahre investierten Bosch und Siemens VDO mehr als fünf Milliarden Euro in die Entwicklung und Fertigung der Piezo-Technik. Insgesamt ar-beiten bei beiden Unternehmen 9400 Menschen auf dem Gebiet, weitere 8000 Arbeits-plätze bestehen bei Zulieferern.

Mitarbeiter von Siemens waren seit 1997 viermal für den Deutschen Zukunftspreis no-miniert. Im vergangenen Jahr war ein Siemens-Forscher im Gewinnerteam vertreten, das für die Entwicklung eines elektrischen Biochips zur raschen Diagnose von Krank-heitserregern ausgezeichnet wurde. Das Labor im Westentaschenformat wird von Sie-mens Medical Solutions unter dem Namen Quicklab derzeit zur Marktreife entwickelt.

Die Nominierten der Siemens AG:

Röntgenröhre:
Dr. Peter Schardt, Dr. Karin Söldner, Prof. Dr. Wolfgang Knüpfer

Piezo-Einspritztechnik:
Dr. Klaus Egger, Prof. Dr. Hans Meixner

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