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Mit Geigen und Trompeten nach Bonn

13.09.2005 - (idw) Universität Leipzig

Unter dem Titel ''Von Luther zum Bauhaus'' zeigen ab 30. September 2005 in Bonn 25 national bedeutende Einrichtungen aus den neuen Bundesländern ihre kostbaren Kulturschätze - und die Alma mater Lipsiensis ist dabei. Das Musikinstrumenten-Museum der Universität Leipzig ist auf der einzigartigen Schau zum geistig-kulturellen deutschen Erbe mit einem Dutzend Objekten vertreten. Im Grassimuseum stellte Museumsdirektorin Frau Dr. Fontana im bereits fertiggestellten Konzert- und Ausstellungssaal zusammen mit ihren Kolleginnen vom Museum für angewandte Kunst und dem Museum für Völkerkunde, die ebenfalls in Bonn vertreten sein werden, die vorrangig unter dem Aspekt der Sammlungsgeschichte zusammengestellte Kollektion vor. Der Schwerpunkt wurde auf die Sammlungsgründungszeit um 1890 gelegt, als der Leipziger Instrumentenkundler und Verleger Paul de Wit begann, eine umfangreiche Privatsammlung aufzubauen, die später den Grundstock des Musikinstrumenten-Museums der Universität bildete.

In Bonn zu sehen sein werden u. a. ein frisch restaurierter Schellenbaum, wie er im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts bei Paraden österreichischer Militärkapellen Verwendung fand, oder ein Serpent (um 1810), ein lederüberzogenes Holzblasinstrument mit einem rauhen, durchdringenden Klang, das bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts in der Kirchen- und Militärmusik Bedeutung besaß. Eine Langtrompete (um 1855) mit einer zur Erwerbungszeit (1891) nach alten Vorlagen angefertigten Standarte, eine Viola d'amore von 1739 und zwei Tanzmeistergeigen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, die zur Tanzstunde und beim häuslichen Musizieren erklangen, gehen ebenfalls auf die Reise zur Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, wo für die ''Nationalschätze aus Deutschland'' rund 2.000 Quadratmeter Präsentationsfläche zur Verfügung stehen.


Weitere Informationen:
Dr. Eszter Fontana
Telefon: 0341 - 68 70 790
E-Mail: fontana@uni-leipzig.de
www.uni-leipzig.de/~mim

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