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Suche nach Planeten fremder Sonnen

20.09.2005 - (idw) Universität zu Köln

Suche nach Planeten fremder Sonnen
Tagung der Astronomischen Gesellschaft in Köln

Vom 26. September bis 1. Oktober 2005 wird die Astronomische Gesellschaft (AG) ihre Jahrestagung zum ersten Mal in Köln abhalten. Die Konferenz findet im Gebäude der Physikalischen Institute der Universität zu Köln statt. Die Astronomische Gesellschaft ist die älteste und traditionsreichste internationale Vereinigung der Himmelsforscher. Zu diesem Astronomenkongress werden etwa 300 Teilnehmer erwartet, darunter renommierte Wissenschaftler aus dem In- und Ausland. Die lokale Tagungsorganisation obliegt dem I. Physikalischen Institut der Universität zu Köln. Bitte beachten sie auch die Internetseite www.ph1.uni-koeln.de/AG2005

Die Tagung wird verbunden sein mit einem umfangreichen wissenschaftlichen Vortragsprogramm. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehören die Verleihung der Karl-Schwarzschild-Medaille und des Ludwig Biermann Förderpreises (siehe unten). Von besonderem Interesse für ein breiteres Publikum ist der öffentliche Abendvortrag von Professor Dr. Karl Menten vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie und Universität Bonn zum Thema "Dem Leben im All auf der Spur" am Donnerstag, den 29. September, im Georg-Simon-Ohm-Hörsaal der Physikalischen Institute der Universität zu Köln, Zülpicher Straße 77, 50937 Köln. Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Haben wir den ersten extrasolaren Planeten gesehen" wird Professor Dr. Harald Lesch anwesend sein. Auf Grund seiner Öffentlichkeitsarbeit (z.B. in der TV Wissenschaftsserie "Alpha Centauri") könnte auch dieser Termin für die Presse von großem Interesse sein.
Zu einer Pressekonferenz am Montag, den 26. September 2005, 14:30, im Seminarraum des I.Physikalischen Instituts der Universität zu Köln, Seminarraum, I. Physikalisches Institut, Zülpicher Straße 77, 50937 Köln, laden wir herzlich ein.

Das Generalthema der Tagung ist "The Many Facets of the Universe - Revelations by New Instruments". Dieser Schwerpunkt beleuchtet die Tatsache, dass Fortschritte in den Naturwissenschaften stark an die Entwicklung neuer Technologien gekoppelt ist. Die Astronomie ist bei der Erforschung immer entfernterer und leuchtschwächerer Galaxien, Sterne und Planeten entscheidend auf die Entwicklung von Großteleskopen und neuartigen Detektoren für Strahlung vom Radio- bis in den Röntgenbereich angewiesen. Eines der ehrgeizigen Forschungsziele der Astronomen ist zum Beispiel die Suche nach Planeten fremder Sonnen - eine Voraussetzung fuer Lebensformen außerhalb unserer Erde. Solch ein Ziel stellt enorme Herausforderungen an die Technik.

Daher widmen sich die Sitzungen bei der AG z.B. mit der technologischen Entwicklung von Detektoren und Teleskopen für Infrarot- und Submillimeter-Strahlung, ein noch relativ junges Gebiet mit enormem Potential. Auch die Interferometrie wird ein zentrales Thema sein. Dies ist eine Technik bei der viele kleine Einzelteleskope miteinander verbunden werden, um das gleiche Auflösungsvermögen (in etwa "Sehschärfe") zu erhalten als ein um ein Vielfaches größeres einzelnes Teleskop, welches in seiner Form aber technisch nicht zu realisieren wäre. Eines der Projekte, welches in diesem Zusammenhang auf der Tagung große Aufmerksamkeit erhalten wird, ist LOFAR (LOw Frequency Radio Array). Dieses neuartige Teleskop befindet sich derzeit in den Niederlanden in Aufbau. Es besteht aus vielen Einzelstationen die über ein Gebiet von 100 km Ausdehnung verteilt sind. Deutsche Astronomen wollen sich an dem Projekt mit Empfängerstationen, u.a. in NRW, beteiligen, so dass LOFAR zum größten Teleskop der Welt werden könnte (siehe beiliegende Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie). Des Weiteren werden sich die Astronomen auf der AG mit Themen wie Computersimulationen von Galaxien, aktiven Galaxienkernen, oder der Entstehung brauner Zwerge und Planeten auseinandersetzen.

Im Rahmen der Jahrestagung der AG werden folgende wissenschaftliche Preise verliehen: Die Karl-Schwarzschild-Medaille geht an Herrn Prof. Gustav Andreas Tammann (Universität Basel). Sie wird an Astronominnen oder Astronomen von hohem wissenschaftlichen Rang verliehen. Die Verleihung ist verbunden mit der Karl-Schwarzschild-Vorlesung im Rahmen der wissenschaftlichen Jahrestagung.
Ferner wird die Astronomische Gesellschaft auf ihrer Jahrestagung den Ludwig-Biermann-Förderpreis an eine hervorragende jüngere Astronomin oder einen hervorragenden jüngeren Astronomen verleihen.


Verantwortlich: Dr. Wolfgang Mathias

Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Rainer Schödel vom I. Physikalisches Institut der Universität zu Köln, Zülpicherstr. 77, 50937 Köln unter der Telefonnummer 0221/470-7788 oder 0221/470-3546 (Sekretariat), der Fax-Nummer 0221/470-5162 und unter der Email-Adresse rainer@ph1.uni-koeln.de zur Verfügung.

Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web unter http://www.uni-koeln.de/pi/.

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