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Russland im Kampf der Kulturen: RUB-Tagung zum russischen Selbstverständnis zwischen Islam und Europa

21.09.2005 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Wie sieht sich Russland heute im Spannungsfeld zwischen Europa und dem Islam? Wie gehen die Russen mit den innen- und außenpolitischen Konflikten um, z.B. dem Krieg in Tschetschenien? Antworten auf diese hochaktuellen Fragen soll die 5. Internationale Akademie zum Thema "Russland, Europa und der Islam. Konzepte des Eigenen und des Fremden" bringen, die vom 25. September bis zum 3. Oktober 2005 in Foros (Ukraine) stattfindet. Veranstalter sind das Lotman-Institut für russische und sowjetische Kultur der RUB (LIRSK), das Institut für Europäische Kulturen (Moskau) und das Internationale Konsortium zum Studium der europäischen Kulturen (MKIEK). Der Veranstaltungsort nimmt unmittelbar Bezug auf das Thema der Akademie, da der multinationale Kulturraum der Krym/Ukraine tatarisch-muslimische Wurzeln integriert. Bochum, 21.09.2005
Nr. 286

Russland im Kampf der Kulturen
Selbstverständnis zwischen Europa und dem Islam
5. Internationale Akademie des Lotman-Instituts in der Ukraine

Wie sieht sich Russland heute im Spannungsfeld zwischen Europa und dem Islam? Wie gehen die Russen mit den innen- und außenpolitischen Konflikten um, z.B. dem Krieg in Tschetschenien? Antworten auf diese hochaktuellen Fragen soll die 5. Internationale Akademie zum Thema "Russland, Europa und der Islam. Konzepte des Eigenen und des Fremden" bringen, die vom 25. September bis zum 3. Oktober 2005 in Foros (Ukraine) stattfindet. Veranstalter sind das Lotman-Institut für russische und sowjetische Kultur der RUB (LIRSK), das Institut für Europäische Kulturen (Moskau) und das Internationale Konsortium zum Studium der europäischen Kulturen (MKIEK). Der Veranstaltungsort nimmt unmittelbar Bezug auf das Thema der Akademie, da der multinationale Kulturraum der Krym/Ukraine tatarisch-muslimische Wurzeln integriert.

Selbstbild zwischen Ost und West

Die Wissenschaftler beschäftigen sich mit der besonderen, aktuellen wie historischen Rolle Russlands zwischen Orient und Okzident in seiner permanenten Abgrenzung und Selbstbeschreibung. Im Mittelpunkt stehen die gegenwärtige Identität Russlands im Spannungsfeld zwischen West und Ost sowie die Formen und Mechanismen der Konstruktion des Eigenen und des Fremden im Wechselverhältnis von europäischem Westen und islamischem Orient. Die Akademie thematisiert das kulturelle Selbstverständnis des heutigen Russland in der Relation zu den beiden kulturellen Räumen und analysiert die Bilder und Konstrukte, die mentalitätsbestimmend und handlungsleitend sind. "Die Akademie wird die aktuellen innen- und außenpolitischen Konflikte Russlands differenziert beschreiben und einen Beitrag zu der kulturellen aber auch politischen Positionierung Russlands zwischen seinen europäischen und islamischen Nachbarn leisten", so Dr. Klaus Waschik vom Lotman-Institut.

Plattform für ein internationales Netzwerk

Zu den insgesamt 60 Teilnehmern der Akademie, die gleichzeitig als Plattform für die Einrichtung eines internationalen Netzwerks europäischer und russischer Wissenschaftler und Nachwuchswissenschaftler dient, gehören Forscher, Graduierte und Studierende höherer Semester aus Russland, der Ukraine, Deutschland und Österreich. Es nehmen führende Islam-Wissenschaftler der russischen Akademie der Wissenschaften und der Moskauer Staatsuniversität sowie Experten der Ruhr-Universität Bochum aus den Bereichen Russische Kultur, Medienpolitik und Philosophie teil. Vor Ort wird die Akademie durch die Taurische Nationaluniversität (Simferopol) betreut. Organisiert wird die Akademie von Dr. Klaus Waschik und Dr. Anne Hartmann (Lotman-Institut für russische und sowjetische Kultur) sowie Dr. Tatjana Filippova und Valerija Kudrjavceva (Institut für Europäische Kulturen, Moskau).

Große Namen

Als Referenten und Leiter der kulturwissenschaftlichen "Meisterklassen" zu den Themen "Philosophische und soziokulturelle Grundlagen des Eigenen und des Fremden", "Russland, Europa und der Islam: Historische Dimension einer soziokulturellen Ko-Existenz" und "Russland und der Islam im 'Kampf der Kulturen'" konnten Prof. Dr. Bernhard Waldenfels (Ruhr-Universität Bochum), Prof. Dr. Vitalij Sheremet (Akademie der Wissenschaften Moskau), Dr. Rustam Shukurov (Moskauer Staatsuniversität), Prof. Dr. Ulrich Schmid (Seminar für Slavistik der RUB) und Prof. Dr. Wolfgang Beilenhoff (Institut für Medienwissenschaften der RUB) gewonnen werden.


Weitere Informationen

Dr. Ursula Justus, Seminar für Slavistik/Lotman-Institut, GB 8/150, Ruhr-Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel.: 0234/32-23371, E-Mail: ursula.justus@rub.de

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