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Über die Aussöhnung des polnischen und deutschen Volkes - Wladyslaw Bartoszewski liest aus seinem Buch

27.09.2005 - (idw) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Der ehemalige polnische Außenminister Professor Wladyslaw Bartoszewski wird am Freitag, dem 30. September 2005, 20:00 Uhr, aus seinem Buch "Und reiß uns den Hass aus der Seele" in der Erich-Weinert-Universitätsbuchhandlung, Ulrichplatz 4-6, lesen. Im deutsch-polnischen Kulturjahr laden Weinert-Buchhandlung und die Fakultät für Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zu dieser Veranstaltung ein. Der Eintritt kostet 5,00 Euro, für Studenten 3,00 Euro.

In seinem Buch, das im Deutsch-Polnischen Verlag Warschau erschienen ist, beschreibt Wladyslaw Bartoszewski den langen und schwierigen Prozess der Aussöhnung von Polen und Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Autor gehört zu einer kleinen Gruppe couragierter Menschen, die sich nach 1945 bemühten, das Erbe der Vergangenheit zu überwinden und neue Wege in eine gemeinsame Zukunft zu suchen. Als ehemaliger KZ-Häftling in Auschwitz und Teilnehmer am Warschauer Aufstand hat sein Engagement besondere Aussagekraft. Große Bedeutung misst er Initiativen im Raum der christlichen Kirchen bei, wie der "Aktion Sühnezeichen" in der DDR oder "Pax Christi" in der Bundesrepublik sowie der katholischen "Znak"-Bewegung in Polen. Wladyslaw Bartoszewski schildert, wie ein authentischer deutsch-polnischer Dialog durch die kommunistische Herrschaft in Polen und der DDR bis 1989 erschwert wurde. Kritisch setzt er sich aber auch mit der westdeutschen Polen-Politik auseinander.

Wladyslaw Bartoszewski (geb. 1922) war 1940/41 Häftling in Auschwitz, danach im Kampf gegen die deutsche Besatzung in Polen aktiv. Er arbeitete viele Jahre als Mitarbeiter der katholischen Wochenzeitschrift "Tygodnik Powszechny" und ist Autor zahlreicher Bücher über die NS-Verbrechen in Polen. Wladyslaw Bartoszewski ist Lehrbeauftragter und Professor für Zeitgeschichte an Universitäten in Polen und Deutschland. Im kommunistischen Polen war er mehrfach inhaftiert, u. a. als Mitglied der demokratischen Opposition. Nach der politischen Wende von 1989 wurde er Botschafter der freien Republik Polen in Wien und anschließend zweimal Außenminister.

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