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Optimale Behandlung, wohnortnahe Betreuung

30.09.2005 - (idw) Universitätsklinikum Heidelberg

Kooperationsvertrag zwischen Universitätsklinikum Heidelberg und Neckar-Odenwald-Kliniken sieht gemeinsame Versorgung von Patienten vor Das Universitätsklinikum Heidelberg und die Neckar-Odenwald-Kliniken in Mosbach und Buchen haben zum 1. Oktober 2005 einen Kooperationsvertrag geschlossen. Dadurch sollen die Leistungsangebote in den Bereichen Chirurgie, Innere Medizin, Unfallchirurgie sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe künftig besser abgestimmt werden.

"Die Patienten im Neckar-Odenwald-Kreis werden von unserer engen Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Heidelberg profitieren", erklärte Landrat Dr. Achim Brötel. Bei schweren Erkrankungen, die eine komplexe Behandlung erfordern, wird den Patienten zukünftig verstärkt eine Überweisung in das Universitätsklinikum empfohlen.

"Überweisung ist keine Einbahnstraße" / Patienten werden rasch rückverlegt

"Diese Überweisung ist jedoch keine Einbahnstraße", sagte Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg. Die Patienten werden sobald wie möglich wieder in die Krankenhäuser Mosbach und Buchen zurückverlegt und dort wohnortnah betreut. Durch die Kooperation könne das Klinikum seine Kapazitäten für die Maximalversorgung nutzen und gleichzeitig sicherstellen, dass seine Patienten auch nach der Entlassung in ein anderes Krankenhaus optimal versorgt werden.

Die Patienten profitieren davon, dass die Behandlungskonzepte zwischen dem Klinikum und den beiden Kreiskrankenhäusern des Neckar-Odenwald-Kreises abgestimmt sind. So werden Patienten der Region mit Verdacht auf Herzinfarkt unmittelbar zur Untersuchung und evtl. Behandlung mit dem Herzkatheter in die Medizinische Universitätsklinik Heidelberg gebracht. Nach der akuten Versorgung werden sie im Mosbacher und Buchener Krankenhaus nach vereinbarten Therapiestandards weiter betreut. Künftig soll die Kooperation zwischen den Kreiskrankenhäusern und dem Klinikum auch auf Risikoschwangerschaften sowie komplexe chirurgische Eingriffe erweitert werden.

Kooperation auch bei Brustkrebs, Telemedizin und komplexer Chirurgie

Auch Brustkrebspatientinnen können bereits die Zusammenarbeit der beiden Kooperationspartner im Rahmen des Südwestdeutschen Brustcentrums, dem ein Netzwerk mehrerer Krankenhäuser unter der Federführung der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg angehören, nutzen. Weiteres Kooperationsfeld ist die Telemedizin: Mit Hilfe elektronisch übertragener Röntgenbilder entscheiden Ärzte in Mosbach und Heidelberg gemeinsam, wie und wo Patienten mit Schädel-Hirn-Verletzungen und Schlaganfall behandelt werden sollen.

Bei der Ausbildung der Heidelberger Medizinstudenten besteht bereits seit 20 Jahren (1. April 1985) eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Kreiskrankenhaus Mosbach, das gleichzeitig Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg ist, und dem Universitätsklinikum Heidelberg: In Mosbach absolvieren jährlich mehrere Medizinstudenten ihr Praktisches Jahr.

Die Kreiskrankenhäuser Mosbach und Buchen sind hochmoderne Krankenhäuser der Regelversorgung. Im Sommer 2005 haben sie sich als Neckar-Odenwald-Kliniken zusammengeschlossen und ihre Schwerpunkte in der Krankenversorgung abgestimmt. In 10 Einzelabteilungen versorgen 900 Beschäftigte jährlich 15.000 Patienten; die Krankenhäuser verfügen gemeinsam über 490 Betten.


Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten Universitätsklinika in Deutschland und Europa. In 42 klinischen Abteilungen versorgt es jährlich rund 86.000 Patienten stationär oder teilstationär. Es beschäftigt ca. 8.500 Mitarbeiter.

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

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