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Deutschlands Herzchirurgen im Spitzenfeld: Hochqualitative flächendeckende Versorgung in allen Bereichen

07.10.2005 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

29. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, 16. Jahrestagung der Arbeitsgruppen Herzschrittmacher und Arrhythmie; 6. bis 8. Oktober 2005 in Dresden Eine beeindruckende Leistungsschau ihrer Disziplin präsentieren Deutschlands Herzchirurgen in Dresden. Die aktuellen Fortschritte machen Herzoperationen zunehmend schonend und ermöglichen heute zum Beispiel Eingriffe auch im sehr hohen Alter mit akzeptablem Risiko. Techniken etwa der Rekonstruktion und Reparatur von Herzklappen legen kräftig zu. Deutschlands Herz-Spezialisten können heute eine zeitnahe, flächendeckende und hochqualitative Versorgung für alle Krankheitsbilder anbieten. "Wartelisten" gehören der Vergangenheit an.

Dresden, Freitag 7. Oktober 2005 - Die Qualität der Herzchirurgie in Deutschland ist internationale Spitze und wird heute flächendeckend angeboten. Das betonten Herzchirurgen bei der 29. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und der 16. Jahrestagung der Arbeitsgruppen Herzschrittmacher und Arrhythmie, auf der von 6. bis 8. Oktober 2005 im Congress Center in Dresden rund 2500 Herzspezialisten zusammentreffen.
"Sämtliche Daten und Fakten illustrieren, dass wir heute unseren Patienten eine zeitnahe, flä-chendeckende Versorgung für alle Krankheitsbilder bei hoher Qualität anbieten können", so Prof. Dr. Arno Krian vom Herzzentrum Duisburg, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG). "Die gelegentlich immer noch gestellte Frage nach 'Wartelisten in der Herzchirurgie' kann seit mehreren Jahren ohne Vorbehalt mit dem Wort 'ge-genstandslos' beantwortet werden."

Konsolidierung der Leistungen auf hohem Niveau - Tendenzielle Verschiebungen inner-halb des Leistungsspektrums

Prof. Krian: "Die Gesamtzahl aller Herzoperationen bewegt sich seit etwa 1999 auf einem gleich hohen Niveau mit weiterhin leichtem Anstieg." Wurden in den 78 Herzzentren Deutschlands im Jahr 2003 noch 99.735 Herzoperationen durchgeführt, waren es 2004 bereits 101.340, und damit um 1.605 Operationen mehr. Allerdings sind innerhalb des gebotenen Leistungsspektrums gewisse Verschiebungen zu beobachten, die auf demographische Entwicklungen, Änderungen der Operationstechniken und die Verbreitung neuerer Operationsverfahren zurückzufüh-ren sind.

Zunehmend mehr Herzklappen-Eingriffe: Operationen heute auch im fortgeschrittenen Alter möglich

So setzt die sehr deutliche Zunahme von Herzklappenoperationen (von 2003 auf 2004 von 16.800 auf 18.617) einen Trend fort, der zum einen mit der Alterung der Bevölkerung und der so bedingten Zunahme von Aortenklappenfehlern zusammenhängt. "Im Gegensatz zu früher kann heute auch im höheren Lebensalter eine solche Operation mit akzeptablem Risiko durchgeführt werden", sagt Prof. Krian. "Zusätzlich wurden Techniken mit dem Ziel des Erhaltens der körpereigenen Herzklappe sicherer."
Das zeigt sich an der deutlichen Zunahme von Operationen an der Mitralklappe, welche unter anderem mit einer Verbesserung und Ausweitung besonderer Operationstechniken wie der Rekonstruktion oder "Reparatur" zu erklären ist. Bundesweit ist dabei eine Frequenz von Rekonstruktionen von 53 Prozent zu verzeichnen, die deutlich positiv über einem internationalen Vergleich liegt in den USA zum Beispiel liegt dieser Wert nur bei rund 30 Prozent.

Operationen immer schonender - Weniger eingreifende Techniken ersetzen häufig die Operation

Bei der koronaren Herzerkrankung ist seit 2000 tendenziell ein leichter Rückgang der Operati-onszahlen zu registrieren (2003: 68.305 Operationen; 2004: 67.216 Operationen.). Zum einen sind die Prävention und die Früherkennung von Verkalkungen an den Herzgefäßen immer besser geworden, zum anderen können heute weniger eingreifende Techniken eingesetzt werden, etwa die Ballon-Dilatation oder Stents, mit deren Hilfe verengte Herzkranzgefäße ohne Operation geöffnet werden können. Prof. Krian: "Ob sich dieser Trend fortsetzt, bleibt abzuwarten."
Zunehmend sind heute "Off-pump"-Operationen, also Operationen ohne Herz-Lungen-Maschine (HLM) möglich, wo früher mit HLM operiert werden musste: Die HLM ersetzt während der konventionellen Operation die Funktion des Herzens und der Lunge, allerdings ist dabei trotz aller Fortschritte eine gewisse Schädigung des Blutes und in der Folge von Organen nicht immer vermeidbar. "Das ist eine für Patienten, für die sich Off-pump-Operationen eignen, eine günstige Entwicklung", erklärt Prof. Krian. "Von den rund 6721 Bypassoperationen, die hierzu-lande jährlich durchgeführt werden, beträgt der Anteil der Eingriffe ohne den Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine heute 7 Prozent - mit steigender Tendenz. Ähnliches gilt für angeborene Herzfehler."


Kontakt:
Prof. Dr. Eckart Fleck, Berlin (Pressesprecher der DGK)
Christiane Limberg, Düsseldorf (Pressereferentin der DGK), D-40237 Düsseldorf, Achen-bachstr. 43, Tel.: 0211 / 600 692 - 61; Fax: 0211 / 600 692 - 67 ; Mail: limberg@dgk.org
Roland Bettschart, Bettschart & Kofler Medien- und Kommunikationsberatung GmbH; Mo-bil: 0043-676-6356775; bettschart@bkkommunikation.at

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