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Akademie Leopoldina ehrt Dr. Gerhard Rammer mit dem Georg-Uschmann-Preis für Wissenschaftsgeschichte

07.10.2005 - (idw) Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina

Der Wissenschaftshistoriker Rammer (Wuppertal) erhält diesen Preis für die ausgezeichneten Ergebnisse seiner Dissertation "Die Nazifizierung und Entnazifizierung der Physik an der Universität in Göttingen" Gerhard Rammer behandelt in seiner Dissertation die Geschichte der Nazifizierung und Entnazifizierung der Physik an der Universität Göttingen. Die Kombination von Prosopographie, oral history bezüglich der noch lebenden Zeitzeugen, quantitativer Auswertung der Studierendenzahlen mit einer stimmigen inhaltlichen Analyse des Forschungsprofils und Lehrangebots in diesen Jahren ist bisher einmalig. Als außerordentlich gelungenes Beispiel einer methodisch durchdachten Aufarbeitung der Periode 1940-1950 wird diese vielseitige und gründliche Studie (hoffentlich) Vorbild für viele weitere Untersuchungen an anderen Orten und zu anderen Fächern sein, die in ähnlicher Form studiert werden sollten.

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina würdigt die im Rahmen der Dissertation von Herrn Dr. Gerhard Rammer erbrachte Forschungsleistung mit dem Georg-Uschmann-Preis für Wissenschaftsgeschichte 2005. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 2.000 Euro verbunden.

Gerhard Rammer, geboren 1972 in Wien, Österreich, hat Physik an den Universitäten Wien und Göttingen studiert, in Wien die 1. Diplomprüfung abgelegt (1997), ein Studium der Wissenschaftsgeschichte und der Musikwissenschaften an der Universität Göttingen angeschlossen (1996 - 2004 bzw. 1999 - 2004) und das Studium der Wissenschaftsgeschichte mit einer Dissertation "Die Nazifizierung und Entnazifizierung der Physik an der Universität Göttingen" 2004 beendet. Seit Juni 2005 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Wissenschafts- und Technikgeschichte an der Bergischen Universität Wuppertal (bei Prof. Friedrich Steinle) tätig.
Anschrift des Preisträgers: Dr. Gerhard Rammer, Bergische Universität Wuppertal, Interdisziplinäres Zentrum 1, Gaußstr. 20, D-42119 Wuppertal

Preis und Preisvergabe:
Die Vergabe des Georg-Uschmann-Preises für Wissenschaftsgeschichte findet im Rahmen der feierlichen Eröffnung der Leopoldina-Jahresversammlung am 7. Oktober 2005 in Halle (Saale) statt.

Er wird alle zwei Jahre für eine wissenschaftshistorisch hervorragende Dissertation an jüngere Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler vergeben und trägt den Namen des Jenaer Wissenschaftshistorikers Georg Uschmann (1913-1986). Gestiftet wurde er 1996 von Ilse und Eugen Seibold (Freiburg/Br.) und ist mit 2.000 Euro dotiert.

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