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Neue Studie: "Gute fachliche Praxis in der Landwirtschaft"

10.10.2005 - (idw) Bundesamt für Naturschutz

Neue Studie zu Methoden der "Guten fachlichen Praxis in der Landwirtschaft"

BfN: "Gute fachliche Praxis" als "Standard einer naturverträglichen Landwirtschaft"
Naturschutzerfolge nur in Kooperation möglich

Bonn, 10. Oktober 2005: Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat heute in Bonn eine neue Studie zur "Guten fachlichen Praxis" in der Landwirtschaft herausgegeben. "Mit dieser Studie legen Autoren und BfN richtungweisende Methoden zur Ausgestaltung und praktischen Umsetzung der "Guten fachlichen Praxis" vor. Sie sollen dazu beitragen, die kontrovers geführten Diskussionen zwischen Naturschutz und Landwirtschaft weiter zu versachlichen und zu einer vertieften Kooperation führen", so der Präsident des BfN, Professor Dr. Hartmut Vogtmann.

Im Rahmen des Umweltforschungsplanes 2002 hatte das BfN ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben an die Philipps-Universität Marburg vergeben. In Kooperation mit dem Institut für Landnutzungssysteme und Landschaftsökologie des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung e.V. (ZALF), Müncheberg wurden Methoden zur naturschutzfachlichen Konkretisierung und Implementierung der "Guten fachlichen Praxis" in der Landwirtschaft entwickelt. Die Ergebnisse dieses Vorhabens liegen nun als Bericht vor (Heft 7 der BfN-Schriftenreihe "Naturschutz und Biologische Vielfalt").

Mit den entwickelten Verfahren werden Möglichkeiten angeboten, wie die Rahmenbedingungen des Bundesnaturschutzgesetzes (§ 5 Absatz 4) gerade auf lokaler Ebene standortgerecht umgesetzt werden können. Die Anwendbarkeit der Methoden wurde in zwei Testräumen praktisch erprobt. Weitere notwendige Schritte zur Implementierung der "Guten fachlichen Praxis" auf europäischer, Bundes- und Länderebene werden präzisiert. "Damit liefern die Ergebnisse des Forschungsvorhabens auch einen wesentlichen Beitrag im Hinblick auf die Neuorientierung der europäischen Landwirtschaftspolitik. Wir sind davon überzeugt, dass dieses anwendungsorientierte Werk eine wichtige Grundlage für den notwendigen Dialog zwischen Naturschutz und Landwirtschaft insbesondere auch bei der Förderung freiwilliger Vereinbarungen zum Schutz der biologischen Vielfalt in ländlichen Räumen darstellt", sagte BfN-Präsident Vogtmann.

In ihrer Nachhaltigkeitsstrategie hat die Bundesregierung eine Landwirtschaft "die verstärkt die Erfordernisse des Natur- und Umweltschutzes beachtet" zu einem vorrangigen Ziel der nachhaltigen Entwicklung in Deutschland erklärt. Die "Gute fachliche Praxis" ist in diesem Zusammenhang zu einem Schlüsselbegriff geworden. Das Bundesnaturschutzgesetz verpflichtet die Landwirte seit 2002 die neu eingeführten Grundsätze zur "Guten fachlichen Praxis" zu beachten. Die Effektivität der neuen Regeln hängt nicht zuletzt von deren Ausgestaltung und Präzisierung in der Gesetzgebung der Bundesländer ab.

Hinweis:
Plachter, H., Stachow, U. und Werner, A.: "Methoden zur naturschutzfachlichen Konkretisierung der 'Guten fachlichen Praxis' in der Landwirtschaft", Bundesamt für Naturschutz /Hrsg.), Bonn 2005, 330 Seiten; ISBN 3-7843-3907-7, 20 ¤, BfN-Schriftenvertrieb im Landwirtschaftsverlag, Münster; Tel.: 02501/801-300; Fax: 02501/801-351; Internet: www.lv-h.de/bfn

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