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Weiterentwicklung der informationellen Infrastruktur. Gestaltung des statistischen Programms sollte flexibilisiert und V

10.10.2005 - (idw) Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD)

"Qualitativ hochwertige Statistiken leisten ebenso einen wichtigen Beitrag zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands wie für die Demokratie in Deutschland, da Statistiken die notwendigen Informationen für politische und wirtschaftliche Entscheidungen, für administratives Handeln, für wissenschaftliche Analysen und für die auf Fakten beruhende öffentliche Diskussion liefern. Gemessen daran wird die Gestaltung der Statistik in der Politik meist stiefmütterlich behandelt", stellt der Vorsitzende des vom BMBF berufenen Rats für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Professor Gert G. Wagner, fest. "Deswegen ist es zu begrüßen, dass der Statistische Beirat rechtzeitig für die kommenden Koalitionsverhandlungen Eckpunkte vorgelegt hat."
Der Statistische Beirat ist das Gremium der Nutzer, Befragten und Produzenten der Bundesstatistik, dem Wagner selbst angehört.
Aus Sicht Wagners sind die folgenden Punkte besonders hervorzuheben:
Ø Damit sich die amtliche Statistik in ihrer Programmgestaltung schneller und flexibler den sich wandelnden Anforderungen anpassen kann, sind ihre rechtlichen Rahmenbedingungen grundlegend zu überprüfen und, wo notwendig, zu flexibilisieren. Dies gilt vor allem für das Bundesstatistikgesetz. Erfahrungen anderer vergleichbarer Länder sind dabei systematisch einzubeziehen. "Das kostet kein Geld, stiftet aber einen hohen Nutzen", unterstreicht Wagner.
Ø Die amtliche Statistik sollte unter Wahrung des Datenschutzes die für die amtliche Statistik erforderlichen Zugangs- und Verwendungsrechte bei Verwaltungsdaten erhalten. "Auch das kostet kein Geld", betont Wagner. Deswegen sollten auch bei der Einführung der steuerlichen Wirtschaftsidentifikationsnummer sowie des elektronischen Handelsregisters berücksichtigt werden, dass diese Daten unschwer - und datenschutzrechtlich einwandfrei - für statistische Zwecke genutzt werden können.
Ø Deutschland sollte sich an der für 2010 geplanten EU-weiten Volkszählung beteiligen. Dabei sollten alle technischen und rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, diese Zählung deutlich kostengünstiger und belastungsärmer als bisherige Volkszählungen durchzuführen. Zur Vorbereitung sollte bis spätestens 2007 ein Vorschaltgesetz für den Aufbau eines Gebäude-Adressregisters verabschiedet werden. Ferner ist auf eine nachhaltige Optimierung der Melderegister in den Kommunen hinzuwirken.
Ø Die Kooperation zwischen Wissenschaft und amtlicher Statistik sollte zum Nutzen beider Seiten verbessert werden. Insbesondere sollte die Arbeit der Forschungsdatenzentren der statistischen Ämter im Interesse einer engen Kooperation mit der Wissenschaft als Daueraufgabe verstetigt werden.

Hintergrund:
http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2005/pBeirat0105.htm

Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten
http://www.ratswd.de

Wenn Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich bitte an:

Sabine Kallwitz
Pressestelle, Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten

Tel.: +49-(0)30-89789-244
Mobil: 0173 59 77 260
Fax: +49-(0)30-89789-119
mailto: kallwitz@ratswd.de

oder

Prof. Dr. Gert G. Wagner
Vorsitzender des Rats für Sozial- und Wirtschaftsdaten
Lehrstuhlinhaber für Volkswirtschaftslehre an der TU Berlin
und Forschungsdirektor am DIW Berlin

mailto: wagner@ratswd.de
Tel: +49 (0) 30- 89789-283

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