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Zwischenbilanz anlässlich des Welt-Rheuma-Tages am 12. Oktober

11.10.2005 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover

Bereits jeder zweite Rheumatologe beteiligt sich in Niedersachsen am ersten landesweiten integrierten Versorgungsmodell für Rheumakranke Mehr als die Hälfte der 30 niedergelassenen internistischen Rheumatologen in Niedersachsen nehmen vier Wochen nach Start am ersten landesweiten Versorgungsmodell für Rheumapatienten teil. Diese positive Zwischenbilanz zogen anlässlich des Welt-Rheuma-Tages am 12. Oktober die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), die Kaufmännische Krankenkasse (KKH), das Regionale Kooperative Rheumazentrum Hannover e.V. und die Rheuma-Liga Niedersachsen e.V. Das Pilotprojekt ist zunächst auf Niedersachsen begrenzt. Ziel des Projektes ist es, Patienten mit einer neu diagnostizierten chronisch-entzündlichen Gelenk- oder Wirbelsäulenerkrankung schnell und unkompliziert an die entsprechenden Spezialisten zu überweisen, damit zügig eine adäquate Therapie eingeleitet werden kann. Eine Altersbegrenzung gibt es für den Modellversuch nicht - auch Kinder können von einer Teilnahme profitieren.

"Bei rheumatologischen Erkrankungen kommt es besonders darauf an, die Krankheit schnell zu erkennen und die Zerstörung der Gelenke mit einer entsprechenden Therapie aufzuhalten", erklärt Dr. Jan L. Hülsemann, Oberarzt für Rheumatologie an der MHH und Vorsitzender des Rheumazentrums Hannover, den Hintergrund des Modells. Zudem soll mit dem Projekt langfristig Geld eingespart werden. Rudolf Hauke, Mitglied des Vorstandes der KKH: "Neben den starken Schmerzen, die viele Rheumakranke ertragen müssen, gehören die rheumatischen Erkrankungen für das Sozialsystem zu den teuersten Krankheiten." Allein im vergangenen Jahr hat die KKH je Patient im Durchschnitt über 6000 Euro aufgebracht. Außerdem werden zirka 20 Prozent aller Patienten mit chronischer Polyarthritis in den ersten drei Erkrankungs-jahren erwerbsunfähig. Mitten in der Knochen- und Gelenkdekade der Weltge-sundheitsorganisation (WHO) möchten die Projektinitiatoren so auch zu einer deutlichen Verbesserung in der Behandlung Rheumakranker beitragen.

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