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Tübinger Poetik-Dozentur

12.10.2005 - (idw) Eberhard Karls Universität Tübingen

EINLADUNG

Pressegespräch mit dem Schriftsteller-Philosophen Lars Gustafsson

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zur diesjährigen Poetik-Dozentur, die vom 25. Oktober bis zum 3. November an der Universität Tübingen stattfindet, werden gleich zwei herausragende Schriftsteller-Philosophen erwartet: Lars Gustafsson, die so genannte "Stimme Skandinaviens", und Peter Bieri alias Pascal Mercier, einer der wichtigsten Autoren der Schweizer Gegenwartsliteratur, halten öffentliche Vorlesungen, Seminare und Podiumsdiskussionen ab, in denen es vorwiegend um das Verhältnis von Literatur und Philosophie gehen wird.

Die Vertreter der Medien sind herzlich zu einem Pressegespräch mit Lars Gustafsson am

Dienstag, dem 25. Oktober um 11 Uhr im Sitzungssaal 03 der
Alten Botanik, Wilhelmstraße 5

eingeladen.

Die Tübinger Poetik-Dozentur bietet Studenten, Dozenten, Universitätsangehörigen und der breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit, herausragende Schriftstellerpersönlichkeiten kennen zu lernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Dabei geht es um einen, in Deutschland häufig vermissten, intellektuellen Austausch, der eine Verbindung zwischen Literatur, Wissenschaft und Öffentlichkeit schaffen soll. Die Poetik-Dozentur ist gestiftet von der Würth-Gruppe in Künzelsau und behandelt seit mittlerweile zehn Jahren zentrale Fragen der Kunst, Kultur, Politik und Philosophie.

Die beiden Autoren Gustafsson und Bieri sind Philosophie-Professoren und beide sind, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise, exzellente Erzähler, deren Romane sowohl die Kritik als auch das Lesepublikum begeistern.

Lars Gustafsson lehrt seit 1983 Philosophie an der Universität Austin in Texas. In Deutschland ist er als Autor zahlreicher Romane bekannt: Werke wie "Die dritte Rochade des Bernard Foy", "Der Tod eines Bienenzüchters" oder "Die Sache mit dem Hund" brachten Gustafsson schon in den 80er- und 90er-Jahren den Ruf ein, einer der größten Erzähler der europäischen Gegenwartsliteratur zu sein. Seine Romane erzählen Alltagsgeschichten, die aber alles andere als harmlos sind. Die Wirklichkeit wird mal unheimlich, mal phantastisch oder auch komisch dargestellt. Gustafssons neuester Roman "Der Dekan" ist gleichzeitig Krimi, philosophisches Vexierspiel und politische Reflexion der amerikanischen Nachkriegsgeschichte.

Peter Bieri lehrt seit 1993 Sprachphilosophie an der Freien Universität in Berlin. Erst im Alter von fast 50 Jahren schrieb er seinen ersten Roman, den er 1995 unter dem Pseudonym Pascal Mercier veröffentlichte. Das Buch "Perlmanns Schweigen" erzählt die Geschichte eines Sprachwissenschaftlers, dem es die wissenschaftliche Sprache so sehr verschlägt, dass er beinahe zum Mörder wird. Bieris "Bewusstseinskrimi" hatte einen so durchschlagenden Erfolg, dass sich der Autor 1998 hinter seinem Pseudonym zu erkennen gab. Noch im selben Jahr erschien "Der Klavierstimmer", eine mitreißende Studie über die Psychopathologie des Misserfolgs. Begeisterung erntete auch Bieris jüngster Roman "Nachtzug nach Lissabon". Viele Kritiker sehen in dem philosophischen Schriftsteller den "neuen" Max Frisch in der Geschichte der Schweizer Literatur.

Termine und nähere Informationen unter:
www.poetik-dozentur.de

Mit freundlichen Grüßen

(Michael Seifert)

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