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UKE: Großzügige Spende der Georg & Jürgen Rickertsen Stiftung für die Forschung

12.10.2005 - (idw) Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Für die Erforschung körpereigener Unterdrückungsmechanismen bei Autoimmunerkrankungen (wie Diabetes mellitus, rheumatischen Krankheiten oder Multipler Sklerose) hat die Hamburger Georg & Jürgen Rickertsen Stiftung dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) rund 48 000 Euro zur Verfügung gestellt. Damit wurde der I. Medizinischen Klinik die Anschaffung einer speziellen Zentrifuge ermöglicht, mit der verschiedene Leberzelltypen isoliert werden können.

Bei Autoimmunerkrankungen wird durch eine Entzündungsreaktion des körpereigenen Immunsystems gesundes Gewebe zerstört. Diese Krankheiten gehen mit erheblichen Beeinträchtigungen der Lebensqualität einher und nehmen häufig einen lebensbedrohlichen Verlauf. Auch nach einer lebensrettenden Organtransplantation kann es immer wieder zu lebensbedrohlichen Entzündungsreaktionen gegen das fremde Organ und zu dessen Abstoßung kommen.

Der Körper selbst verfügt über Mechanismen, diese Entzündungsreaktionen zu unterdrücken. Es ist zum Beispiel bekannt, dass nicht nur transplantierte Lebern seltener als andere transplantierte Organe abgestoßen werden, sondern auch Organe, die zusammen mit einer Leber transplantiert werden. Dies scheint dadurch bedingt zu sein, dass bestimmte Leberzellen Entzündungsreaktionen abschalten können. Die diesem Phänomen zugrundeliegenden Mechanismen, die für die Therapie nutzbar gemacht werden könnten, sind jedoch bisher nur unzureichend aufgeklärt.

Mit dem neuen Gerät, einem so genannten Elutriator, können die UKE-Wissenschaftler nun durch einen entgegen der Zentrifugalkraft gerichteten Flüssigkeitsstrom die verschiedenen Leberzellen anhand von Größe und Dichte aus einem Zellgemisch "herausfischen". Dadurch werden Zellen in hoher Reinheit für weitere Untersuchungen erhalten. Die Arbeitsgruppe "Klinische und Experimentelle Hepatologie" um Klinikdirektor Prof. Dr. Ansgar W. Lohse hofft, ihre international beachteten Arbeiten zur Regulation der Immunantwort soweit fortentwickeln zu können, dass neue Therapieformen möglich werden.

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