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Folklore in der modernen Gesellschaft

17.10.2005 - (idw) Universität Leipzig

Das Tanzarchiv Leipzig e.V. und das Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig veranstalten einen internationalen Workshop zur Rolle der Folklore in der modernen Gesellschaft unter dem Titel "Folklore Revisited: Body Knowledge and Constructed Community": 27. bis 29. Oktober 2005, Tanzarchiv Leipzig e.V., Gerichtsweg 28 in 04103 Leipzig. In der Folklore werden vor allem Traditionen gepflegt, die längst nicht mehr einer kulturellen Weiterentwicklung dienen. So weit das Vorurteil. Bei genauer Betrachtung zeigt sich die Folklore als ein Instrument, das in modernen Gesellschaften dazu dienen kann, die nationalen, kulturellen und sozialen Grundlegungen und Selbstverständnisse neu zu definieren. Damit wird sie zum Impulsgeber für die Öffentlichkeit betreffende Diskussionen wie soziale Reformen, politische Gestaltung und gesellschaftliche Zusammenhalte und hilft darüber hinaus auch bei der Positionierung zwischen lokaler und globaler Identität. Folklore bildet also sowohl historische Grundlagen wie auch aktuelle Anstöße für die Prozesse der Modernität.

Im Austausch zwischen Künstlern und Wissenschaftlern - durch Referate, Filmvorführungen und Einblicke in künstlerische Schaffensprozesse - soll auf diesem Workshop die Rolle der Folklore in diesen Prozessen untersucht werden. Dabei geht es nicht um die Präsentation fertiger Antworten. Das Tanzarchiv Leipzig will mit dem Workshop ein Forum schaffen, auf dem gemeinsame Perspektiven und Fragestellungen für zukünftige Forschung entwickelt werden.
Damit setzt das Tanzarchiv zugleich seine Schwerpunkttätigkeit in der Beobachtung von Veränderungsprozessen bei der Inszenierung und Problematisierung von Wissen fort.
Die Arbeitssprache ist Englisch. Die Teilnahme ist kostenlos.

Zu den eingeladenen KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen gehören:
Nina Gorgus, Museologin und Volkskundlerin, Expertin für französische Volkskunstinszenierungen der Zwischenkriegszeit, Frankfurt am Main;
Thomas Lehmen, freischaffender Tänzer, Choreograph und Dozent, Berlin;
Mårten Spangberg, freier Choreograph, Dozent, Kurator und Theoriekünstler, Brüssel, Berlin;
Anu Vissel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Estnischen Literaturmuseum, Abteilung Musikethnologie, Tartu (Estland);
WILHELMGROENER (= Günther Wilhelm, Mariola Groener), Tanz/Choreographie und Bildende Kunst, Berlin;
vom Tanzarchiv nehmen teil:
Inge Baxmann, Direktorin des Tanzarchivs Leipzig und Professorin für Tanzwissenschaft am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig;
Franz Anton Cramer, wissenschaftliche Projektmitarbeit Tanzarchiv Leipzig und Centre national de la danse, Pantin (Frankreich).


Weitere Informationen:
Prof. Dr. Ingeborg Baxmann
Telefon: 0341 97-30403
www.tanzarchiv-leipzig.de
Tanzarchiv 0341 9954419

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