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Die Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg auf der Biotechnica in Hannover

18.10.2005 - (idw) Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg

013/00bio/10-2005
Rheinbach/Hannover, 17. Oktober 2005

Ersatz für Zellen und Gewebe

Stammzellen besitzen ein großes Potenzial für die medizinische Forschung. Sie stehen im Fokus eines Forschungsprojektes von Professor Dr. Edda Tobiasch aus dem Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften der Fachhochschule (FH) Bonn-Rhein-Sieg, an dem auch das Bonner Forschungszentrum caesar beteiligt ist. Ziel ist eine anwendungsnahe Problemlösung für künftige Zell- und Gewebeersatzmaterialien bei Knochen-, Knorpel-, Muskel- und Herzerkrankungen. Dazu wird das Wachstums- und Differenzierungsverhalten dieser Stammzellen auf mikrostrukturierten Oberflächen untersucht. Es handelt sich dabei um metallische oder polymere Trägermaterialien, die das Wachstum der differenzierten Stammzellen ermöglichen.

Die Forscher benutzen adulte, mesenchymale Stammzellen aus Liposuktionsmaterial (Fettabsaugung in der kosmetischen Chirurgie). Diese sind ethisch unbedenklich und stehen in großen Mengen zur Verfügung. Vor allem besitzen sie die Fähigkeit, sich selber zu vervielfältigen, überdurchschnittlich lang zu überleben und sich in Knorpel-, Knochen-, Muskel-, Nerven-, Fett- sowie Sehnen- und Ligamentzellen auszudifferenzieren.

Eierstockkrebs verstehen für neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten

Etwa 7.400 Frauen erkranken in Deutschland jährlich an einer Krebserkrankung der Eierstöcke (Ovarialkrebs) - eine schwerwiegende Erkrankung mit hoher Sterblichkeit. Ovarialkrebs entsteht in den Eierstöcken und ist eine monoklonale Krankheit. Dies bedeutet, jede bösartige Zelle ist aus einer einzigen Zelle hervorgegangen. In einem Projekt der Biologin Professor Dr. Maria-Paz Weißhaar an der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg (Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften), gemeinsam mit Forschern der FH Aachen, wird das Proteom von Eierstockkrebszellen aus Gewebeproben untersucht. Das Proteom ist die Gesamtheit aller Proteine, die zu einem bestimmten Zeitpunkt von dem Genom einer Zelle, eines Gewebes oder eines Organismus "angeschaltet" werden. Dazu wird das Verfahren der 2D-Elektrophorese verwendet, um viele Proteine in einem solchen komplexen biologischen Gemisch aufzutrennen und sichtbar zu machen. Proteommuster aus unterschiedlichen Krankheitsstadien werden dabei digital erfasst und verglichen. Durch ein besseres Verständnis des Krankheitsverlaufs sollen neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten aufgezeigt werden.

Zentraler Ansprechpartner:
Dr. Udo Scheuer, Leiter Wissens- und Technologietransfer
Tel. 02241/865-650, E-Mail: transfer@fh-bonn-rhein-sieg.de
Weitere Informationen: http://www.fh-brs.de http://fb05.fh-bonn-rhein-sieg.de
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