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Erster deutscher Unfallchirurg wird Chefarzt in den USA

18.10.2005 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover

Professor Pape leitet künftig die Traumatologie der Universität Pittsburgh Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) kann sich über einen echten "Exportschlager" freuen: Professor Dr. Hans-Christoph Pape ist der erste deutsche Unfallchirurg, der als Chefarzt in ein US-amerikanisches Universitätsklinikum geht. Bislang war er leitender Oberarzt in der MHH-Abteilung Unfallchirurgie (Direktor: Professor Dr. Christian Krettek). Ab dem 25. Oktober 2005 wird er der Abteilung Traumatologie (Division of Trauma) im Department of Orthopedic Surgery der Universität Pittsburgh vorstehen. Dort ist sein wissenschaftlicher Schwerpunkt gefragt: die Schwerverletzten-Behandlung. "Die Amerikaner sind am hervorragenden Wissen aus Deutschland auf diesem Gebiet interessiert", sagt Professor Krettek. Dazu gehört auch die von Professor Pape ins Leben gerufene Kooperation mit Kollegen des Traumazentrums der St. James´s University Hospital in Leeds, Großbritannien - dort besteht seit drei Jahren im Rahmen eines gemeinsam organisierten Fortbildungskurses (abwechselnd in Leeds und in Hannover) die Möglichkeit für Chirurgen aus ganz Europa, sich auf dem Gebiet der Schwerverletztenbehandlung weiterbilden zu lassen.

Der 43-jährige Pape hat mehr als die Hälfte seines Lebens in der MHH verbracht. "Vor 23 Jahren habe ich hier mit dem Studium der Humanmedizin begonnen", sagt er. Dass sein Angebot aus den Vereinigten Staaten per E-Mail kam, hat ihn zwar gewundert, aber nicht grundsätzlich abgeschreckt. Nun freut er sich auf gute Forschungsmöglichkeiten und die unbürokratische Art der amerikanischen Kolleginnen und Kollegen. "Als Student habe ich ein Jahr in Amerika verbracht, ich weiß, was mich erwartet", sagt Professor Pape. Vermissen wird er die "deutsche Gründlichkeit in der Organisation".

1992 begründete er das Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie mit. Vorher gab es keine standardisierte Erfassung von Schwerverletzten und damit auch keine einheitlichen Forschungsgrundlagen. Im Traumaregister sind mittlerweile die Daten und Behandlungsmethoden von 20.000 schwer verletzten Patienten aus sechs Ländern erfasst. "Es hilft den Unfallchirurgen, schonender bei den Behandlungen dieser Patienten vorzugehen", sagt Professor Pape. In der MHH wird nun Unfallchirurg Privatdozent Dr. Martin Grotz Ansprechpartner zu Fragen des Traumaregisters sein.

ACHTUNG Fotografen: Es besteht am morgigen Mittwoch, 19. Oktober 2005, die Möglichkeit, von Professor Pape ein Foto zu machen und mit ihm zu sprechen. Treffpunkt ist um 15 Uhr in der Chirurgischen Poliklinik (Gebäude K5). Und so kommen Sie dorthin: Vom oberen Parkdeck in den Eingang "Polikliniken" eintreten und nach 50 Metern rechts abbiegen in die "Chirurgische Poliklinik".

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