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Ministerpräsident legte Grundstein für Neubau der Inneren Medizin

16.12.2002 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Erneut ist an der Universität Würzburg der Startschuss für ein Großbauprojekt gefallen: Der rund 153 Millionen Euro teuere Neubau für die Innere Medizin wird direkt an den noch unvollendeten Bau für die Operativen Fächer angebunden. Am Montag, 16. Dezember, fand die Grundsteinlegung durch Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber statt.


Ministerpräsident Stoiber versenkt die Zeitkapsel im Grundstein. Es sehen zu (von rechts): Unipräsident Prof. Dr. Theodor Berchem, Uwe Thomas, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, und Hans Bock, Leiter des Unibauamts. Foto: Emmerich
Hammerschläge und gute Wünsche für die Zukunft des Neubaus: Ministerpräsident Stoiber, Unipräsident Theodor Berchem, Staatssekretär Uwe Thomas, Roman Zirngibl, Unibauamt, und Hans Bock, Leiter des Unibauamts. Foto: Emmerich An der Großbaustelle für das Medizinisch-Operative Zentrum der Uni Würzburg an der Oberdürrbacher Straße wird seit 1998 gearbeitet: Damals wurde am Rand des Stadtteils Grombühl der Bauabschnitt für die Operativen Fächer mit 310 Betten in Angriff genommen. Dessen Baukosten belaufen sich auf 150 Millionen Euro, als Termin für die Fertigstellung ist Ende 2003 anvisiert.

Mit der Realisierung des zweiten Bauabschnitts, der einmal die Innere Medizin aufnehmen soll, konnte nun dank der Unterstützung durch Bayerische Staatsregierung, Landtag, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie durch den Wissenschaftsrat begonnen werden. Es entsteht eine Nutzfläche von etwa 22.600 auf einem Grundstück von 42.400 Quadratmetern. Die Bundesrepublik und der Freistaat Bayern übernehmen jeweils die Hälfte der Kosten.

Der Ministerpräsident erinnerte daran, dass die Räumlichkeiten der Inneren Medizin bislang auf des Luitpoldkrankenhaus und die Innenstadt verteilt sind. Die beengte Unterbringung in den mehr als 80 Jahre alten Bauten behindere Forschung und Krankenversorgung gleichermaßen.

Der neue Bau soll mit 301 Betten bestückt werden. Er wird später folgende Kliniken und Einrichtungen aufnehmen: Medizinische Klinik und Ambulanz, Medizinische Poliklinik, Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin, Institut für Röntgendiagnostik, Institut für Klinische Biochemie, Abteilung für Transfusionsmedizin und das Zentrallabor des Klinikums. 2008 soll das Gebäude, das auch zwei Hörsäle mit 200 und 150 Plätzen sowie Seminarräume beinhaltet, vollendet sein.

Der Bau werde einmal dasselbe Raumvolumen umfassen wie die Würzburger Residenz, so Stoiber. Nicht nur mit diesem barocken Kulturschatz, sondern mit einem weiteren "Edelstein der medizinischen Versorgung, Forschung und Lehre" könne die Stadt künftig also glänzen.

Auf Würzburgs Ruf als hervorragende Wissenschaftsstadt wies auch BMBF-Staatssekretär Uwe Thomas hin. Ein Beleg hierfür: Allein das Bundesforschungsministerium habe in den vergangenen vier Jahren zusätzlich zur regulären Förderung 22 Millionen Euro für die Genom- und Gesundheitsforschung sowie die Biotechnologie nach Würzburg vergeben.

Wie Universitätspräsident Theodor Berchem in seinem Grußwort sagte, sei den Verantwortlichen der Alma Julia ein großer Stein vom Herzen gefallen, als die Zusage kam, dass der Bau der Inneren Medizin noch im Jubiläumsjahr der Universität auf den Weg gebracht werden kann. Ganz ohne Zweifel sei die Grundsteinlegung einer der ganz großen Höhepunkte im zu Ende gehenden Wissenschaftsjahr, das die Universität anlässlich ihrer 600-Jahr-Feier ausgerufen hatte.

Weitere Grußworte sprachen Karl Max Einhäupl, Vorsitzender des Wissenschaftsrates, und Würzburgs Oberbürgermeisterin Pia Beckmann. Christoph Reiners, Ärztlicher Direktor des Uniklinikums, nannte einige Zahlen und Fakten: Rund 570 Mitarbeiter werden in dem Neubau künftig an die 80.000 Pflegetage und 50.000 ambulante Behandlungen erbringen. Hinzu kommen etwa 50.000 röntgendiagnostische und 15.000 nuklearmedizinisch-diagnostische Leistungen, drei Millionen Laboruntersuchungen sowie 30.000 Einheiten verschiedener Blutpräparationen. Von großer Bedeutung sei, dass etwas mehr als zehn Prozent der Fläche im Neubau für die patientennahe klinische Forschung vorgesehen sind.

Hans Bock, Chef des Unibauamtes, leitete dann zur Grundsteinlegung über: In der "Zeitkapsel", welche auch die nächsten 600 Jahre der Universitätsgeschichte überstehen soll, wurden eine Urkunde, verschiedene Münzen sowie Exemplare der Würzburger Tageszeitungen Main-Post und Volksblatt sowie der Süddeutschen Zeitung versiegelt.

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