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Mit Macht des Wortes erforschen: Eine kritisch-feministische Hermeneutik

18.10.2005 - (idw) Justus-Liebig-Universität Gießen

Internationaler Gastvortrag von Prof. Dr. Elisabeth Schüssler-Fiorenza (Harvard University)

"Die Macht des Wortes erforschen: Eine kritisch-feministische Hermeneutik" lautet der Titel eines Gastvortrags der international renommierten Theologin Prof. Dr. Elisabeth Schüssler-Fiorenza (Harvard University). Die Veranstaltung findet am 31. Oktober 2005 um 18.00 Uhr im Alexander-von-Humboldt-Haus (Gästehaus der Justus-Liebig-Universität), Rathenaustraße 24a, statt und wird von JLU-Präsident Prof. Dr. Stefan Hormuth mit einem Grußwort eröffnet. Prof. Schüssler-Fiorenza erläutert in ihrem Vortrag die These, dass eine kritisch-feministische Hermeneutik nicht zuerst "die Frau/Frauen" oder die Geschlechterverhältnisse, sondern linguistische und soziale Machtdiskurse und Herrschaftsstrukturen der Bibel als ihr Forschungsobjekt hat. Ihr Interpretationshorizont und hermeneutisches Zentrum ist deshalb nicht "die Frau" oder "Gender", sondern die Ekklesia der Frauen als anfanghafte Wirklichkeit und utopischer Traum von radikaler Demokratie.

Prof. Dr. Elisabeth Schüssler-Fiorenza ist eine der international anerkanntesten Neutestamentlerinnen und Pionierinnen feministischer Theologie. Sie verbindet ihre biblische Interpretation mit Fragen der Hermeneutik, der Rhetorik und der Genderthematik. Die wissenschaftliche Karriere der heutigen Harvard Professorin begann in Deutschland. Hier promovierte sie an der Universität Münster. Danach lehrte sie 15 Jahre an den Universitäten von Notre Dame und Cambridge. 1988 wurde sie an der Harvard Divinity School als Krister Stendahl Professor of Scripture and Interpretation berufen. Darüber hinaus war sie Gastprofessorin in Neu York, an verschiedenen Theologischen Fakultäten in Europa sowie in Brasilien. Elisabeth Schüssler-Fiorenza hat neben der Ehrendoktorinnenwürde mehrerer amerikanischer und europäischer Universitäten zahlreiche weitere Auszeichnungen erhalten, unter anderem wurde sie 1987 von einem amerikanischen katholischen Magazin zur "Katholikin des Jahres" gewählt.

Veranstalterinnen:
Arbeitsstelle Gender Studies der JLU, Prof. Dr. Ute Eisen und Prof. Dr. Elisabeth Gräb-Schmidt (Institut für Evangelische Theologie der JLU), Internationales Promotionsprogramm "Religion in Dialogue" der Universität Frankfurt/Main, JLU-Frauenbeauftragte Marion Oberschelp, Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung der Universität Marburg.

Kontakt:
Arbeitsstelle Gender Studies der JLU
Karl-Glöckner-Straße 21H
35394 Gießen
Telefon: 0641/99-23141
E-Mail: genderstudies@sowi.uni-giessen.de
Internet: www.uni-giessen.de/genderstudies
Weitere Informationen: http://www.uni-giessen.de/genderstudies
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