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Bayreuths Uni-Präsident Ruppert: "Hochschulen müssen immer mehr wie Unternehmen handeln"

18.10.2005 - (idw) Universität Bayreuth

Auf den Umstand, dass die Hochschulen bei wachsendem Konkurrenz- und Wettbewerbssituation untereinander immer mehr wie Unternehmen handeln müssen, hat bei der Erstsemsterbegrüßung der Bayreuther Uni-Präsident Helmut Ruppert hingewiesen. Gleichzeitig sah er bei Konkurrenz um Mittel und Studierende die Notwendigkeit zu einem gegenseiteitiges Suchverhalten: "Gute Hochschullehrer suchen sich gute Studierende und umgekehrt". Bei der Ausgabe "Nachwuchskräfte der Zukunft" auszubilden, sah Ruppert seine Hochschule durch frühzeitige Profilierung gut positioniert. Bayreuth (UBT). Die Konkurrenz- und Wettbewerbssituation unter den Hochschulen führt dazu, dass sie immer mehr Verhaltensweisen von Unternehmen an den Tag legen müssen. Dieses sah Bayreuths Universitätspräsident Professor Dr. Dr. h.c. Helmut Ruppert gestern Abend bei der Begrüßung der Erstsemester im mit mehr als 1.000 Zuhörern total gefüllten Audimax seiner Universität als Konsequenz einer hochschulpolitischen Entwicklung an, die durch eine zunehmende Forschungsspezialisierung, einer verstärkten Kooperation mit Dritten und in der Ausbildung entweder durch eine Spezialisierung oder eine stärkere fachübergreifende Ausrichtung gekennzeichnet sei. "Hochschulen müssen sich immer stärker spezialisieren, effektiv in Forschung und Lehre arbeiten, zukunftsorientiert handeln und sich als internationale Forschungs-, Wissenschafts-, und Bildungsinstitution profilieren," betonte der Bayreuther Universitätspräsident.
Dieses habe zur Folge, dass Universitäten einerseits eine internationale Ausrichtung und damit auch internationale Wirkung erzielen wollten, andererseits aber auch in der Region eingebettet sein und regionale Effekte nach sich ziehen wollten.
Als Fazit der derzeitigen Entwicklungen nannte Professor Ruppert eine "Konkurrenz um Mittel und - trotz steigender Studentenzahlen - eine Konkurrenz um die Studierende". Immer mehr Hochschulen suchten ihre Studierenden über spezielle Auswahlverfahren aus, bei denen neben der Abiturnote auch die spezifische Eignung der Kandidaten über Auswahlgespräche oder zusätzliche Tests geprüft wurden. Professor Ruppert: "Gute Hochschullehrer suchen sich gute Studierende und umgekehrt!". Dieses gelte auch für seine Universität, bei denen in zahlreichen Studiengängen, wie etwa Philosophy & Economics, Gesundheitsökonomie, Theater und Medien oder Geographische Entwicklungsforschung Afrikas mit speziellen Verfahren versucht werde, die am besten geeigneten Studierenden zu gewinnen.
Die Hochschulen hätten heute, im Zeitalter der Wissenschaftsgesellschaft, mehr denn je die Aufgabe, neben einer hochrangigen Forschung über eine qualitativ hohe Lehre "Nachwuchskräfte der Zukunft" auszubilden und ihnen eine gute berufliche Startposition zu ermöglichen. Seine Universität stelle sich dieser Herausforderung, betonte Professor Ruppert und biete den "Nachwuchskräften der Zukunft" bestmögliche Bedingungen für ihr Studium.
Die Universität Bayreuth biete Lehre auf hohem internationalen Niveau, was nicht nur zahlreiche Rankings, sondern auch die großen Erfolge bei Exzellenzprogrammen wie dem Elitenetzwerk Bayern belegten.

Im Hinblick auf die Größe seiner Universität meinte der Präsident, die Vorteile einer kleinen Universität lägen auf der Hand: Studierende und Professoren stünden in engen Kontakt und durch relativ guten Betreuungsrelationen zwischen Professoren und Studierenden könne ein schneller Lernfortschritt erzielt werden. Die kurzen Wege auf dem Campus erlaubten ein effizientes Studieren und schafften eine hervorragende Atmosphäre von Lehre, Forschung und Gedankenaustausch.

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