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RFID-Technik erhöht Sicherheit von Arzneimittel

19.10.2005 - (idw) Siemens AG

Mit Hilfe der RFID-Technik erhöht Siemens die Sicherheit von Arzneimittel. Das Unternehmen hat mit dem Schweizer Verpackungshersteller Limmatdruck/Zeiler unterschiedliche Lösungen für die Pharma-Branche entwickelt, mit der Medikamente eindeutig identifiziert und fälschungssicherer gemacht werden. Da zunehmend gefälschte Medikamente auf dem Markt kursieren, hat die Pharmabranche besonders großes Interesse daran, dass ihre hochwertigen Produkte gegen Betrug geschützt werden. Auch Patienten können profitieren, da mit der Technik die richtige Medikation überprüft werden kann.
Das System von Siemens Business Services arbeitet mit Chip-Etiketten, die auf der Verpackung oder direkt an Produkten angebracht sind, etwa versiegelten Ampullen. Die RFID-Chips (Radio Frequency Identifikation) arbeiten sowohl mit Radio- als auch mit Ultrahochfrequenzwellen. Sie kosten ab 25 Cent pro Stück und können zusammen mit einer Antenne ohne Probleme in Papier, Kunststoff oder Keramik integriert werden. Der Empfänger kann bis zu fünf Meter vom RFID-Chip entfernt sein, ohne dass die Datenerfassung gestört wird.
Diese Identifizierungstechnik bietet mehr Möglichkeiten als nur die eindeutige Erkennung von Originalware. So treten trotz der schnelleren Abläufe beim Verpacken um bis zu 50 Prozent weniger Fehler auf etwa durch reduzierte Falschlieferungen. Die Lagerhaltungskosten sinken auf ein Minimum, da die Bestände jederzeit per Funk berührungslos kontrolliert und mit der Nachfrage abgestimmt werden. Die Qualität der Medikamente kann dabei zudem durch eine lückenlose Kühlketten-Dokumentation gesichert werden.
Im Prinzip können die Daten der Arzneimittel überall erfasst werden - sowohl am Produktionsstandort als auch in Krankenhäusern und Apotheken. Damit vereinfacht sich die Zuordnung von Medikamenten. Unmittelbar vor der Verabreichung kann die Krankenschwester überprüfen, ob der Patient das richtige Medikament in der korrekten Dosierung bekommt.
Siemens liefert für RFID-basierte Logistikketten die gesamte Software- und Maschinentechnik, vom Sortierer in der Produktion bis zum Lesegerät in Kliniken und Apotheken.
Foto: http://www.siemens.com/sbs-bild/sbs13070529
Weitere Informationen: http://www.siemens.de/innovationnews
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