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"Studierende für Studierende": Ehrenamtliche ins Scheinwerferlicht!

20.10.2005 - (idw) Deutsches Studentenwerk

(Berlin, 20. Oktober 2005) Studentisches Ehrenamt wird belohnt: Zum Wintersemester 2005/2006 lobt das Deutsche Studentenwerk (DSW) unter dem Titel "Studierende für Studierende" zum zweiten Mal den bundesweiten "Studentenwerkspreis für besonderes soziales Engagement im Hochschulbereich" aus. Gesucht werden Studierende, die sich neben dem Studium besonders und unentgeltlich für ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen einsetzen. Insgesamt winken Preisgelder in Höhe von 12.500 Euro; Einzelpersonen werden mit 1.000, studentische Gruppen mit 2.500 Euro ausgezeichnet. "Wir wollen mit dem Wettbewerb ein Zeichen setzen", sagt DSW-Präsident Prof. Dr. Hans-Dieter Rinkens. "Die vielen studentischen Initiativen und Projekte auf lokaler Ebene leisten einen entscheidenden Beitrag zum Studienerfolg. Dieses oft unspektakuläre, aber nachhaltige soziale Engagement wollen wir ins Scheinwerferlicht rücken und auszeichnen."

Rinkens verweist auf den großen Erfolg des ersten Wettbewerbs, durchgeführt im Wintersemester 2003/2004. Damals waren 275 Nominierungen aus 120 Hochschulen beim Deutschen Studentenwerk eingegangen; eine unabhängige Jury zeichnete drei einzelne Studierende und vier Gruppen aus. Die prämierten Studierenden betreuten ausländische Kommilitonen, wirkten an Einführungsveranstaltungen für Erstsemester mit, betrieben eine Internet-Bücherbörse, ein nächtliches Zuhörtelefon für studentische Nöte oder ein "Enthinderungsreferat", das sich für eine behindertenfreundliche Hochschule einsetzt. "Nachahmung empfohlen und lohnenswert, das ist unsere Botschaft", sagt Rinkens mit Blick auf die zweite Auflage des Wettbewerbs.

Um das soziale Engagement von Studierenden ist Rinkens allerdings besorgt: "Die Umstellung auf die internationalen Abschlüsse Bachelor und Master könnte dazu führen, dass die Studierenden einem viel stärkeren Zeitdruck ausgesetzt sind, der zu Lasten von kulturellen Aktivitäten oder ehrenamtlichem Engagement geht", befürchtet er. Dem wolle das Deutsche Studentenwerk entgegenwirken und den Studierenden bewusst Mut machen, sich für andere Studierende einzusetzen.

Teilnahmeberechtigt an dem Wettbewerb, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell gefördert wird, sind grundsätzlich alle Studierenden, die an einer staatlichen oder staatlich anerkannten deutschen Hochschule eingeschrieben sind. Nominiert werden können sie allerdings nur von Dritten aus dem Hochschulbereich.
Weitere Informationen: http://www.studentenwerke.de
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