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Schülern den Weg zu intelligenten Produkten weisen

20.10.2005 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Universität Jena ermöglicht Schülern Einblicke in die naturwissenschaftlichen Institute Jena (20.10.05) Als Reaktion auf die überwältigende Resonanz zur 2. Sommerschule des Projekts "NaTS - Naturwissenschaft an Thüringer Schulen" bietet die Friedrich-Schiller-Universität Jena in dieser Woche eine zusätzliche Herbstschule an. 46 Oberschüler aus 34 Schulen werden noch bis Morgen (21.10.) in Instituten der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät der Uni Jena und des Beutenberg-Campus hinter die Kulissen der Forschung blicken und im Schülerlabor der Friedrich-Schiller-Universität selbstständig experimentieren. Organisiert haben die Herbstschule Prof. Dr. Jürgen Popp, Dr. Marion Strehle und Dipl.-Chem. Ute Neugebauer aus der Physikalischen Chemie der Universität Jena in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Wilhelm Boland vom Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie und Walter Behner, Chemie- und Biologielehrer am Christlichen Gymnasium Jena.

Das Thema der aktuellen Herbstschule lautet "Funktionalisierte Polymere - ein Weg zu intelligenten Produkten". Den Handy-Akku einfach in der Jackentasche aufladen: Mit intelligenten Produkten könnte diese Vision bald Wirklichkeit werden. Denn Textilfasern mit photovoltaischen Eigenschaften, die also Sonnenlicht in Strom verwandeln können, werden derzeit entwickelt. Andere Anwendungsmöglichkeiten für funktionalisierte Polymere existieren in der Medizin, wo künstliche Blutgefäße aus Polysacchariden - also Zucker - geformt werden können. "Die NaTS-Herbstschule will an diesen aktuellen Beispielen den Bogen schlagen von der Grundlagenforschung zur Produktentwicklung und damit auch etwas über das wirtschaftliche Potenzial naturwissenschaftlicher Forschung für den Standort Deutschland vermitteln", erläutert Prof. Popp.

Bei Vorträgen Jenaer Professoren und bei Referaten, die die Schüler selbst vorbereitet haben, schnuppern diese Hörsaal-Luft. Zu Experimenten rund um das Thema Kunststoffe lädt der Jenaer Chemiedidaktiker Prof. Dr. Volker Woest ins Schülerlabor ein, außerdem stehen Besuche in den beteiligten Instituten auf dem Programm. Einen Einblick in die industrielle Chemie erhalten die Schülerinnen und Schüler bei einem Ausflug zum Chemiepark Zeitz, organisiert durch Prof. Dr. Bernd Ondruschka von der Uni Jena. Nach einem Besuch bei der Südzucker AG und einer Rundfahrt durch den Chemiepark steht außerdem ein Gang durch die Katakomben des "unterirdischen Zeitz" auf dem Programm.

"NaTS - Naturwissenschaft an Thüringer Schulen" ist eines von acht chemisch orientierten Netzen in der Bundesrepublik, die im Rahmen des NaT-Working-Programms der Robert Bosch-Stiftung gefördert werden. Mit diesem Programm fördert die Stiftung Initiativen und Projekte, die zur besseren Vernetzung von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Schulen beitragen. Die Ferienschulen sollen dazu dienen, hochbegabte Schüler in den Klassen zu erkennen und entsprechend zu fördern.

Kontakt:
Prof. Dr. Jürgen Popp / Dipl.-Chem. Ute Neugebauer
Institut für Physikalische Chemie der Universität Jena
Tel.: 03641 / 948351 oder 948320
Fax: 03641 / 948302
E-Mail: juergen.popp@uni-jena.de / ute.neugebauer@uni-jena.de

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