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Universität Osnabrück: Verfassungsrechtlicher Moot Court hat begonnen

20.10.2005 - (idw) Universität Osnabrück

"Kann das Tragen einer Glatze als Ausdruck einer gemeinsamen politischen Gesinnung in öffentlichen Versammlungen verboten werden?" Diese und ähnliche Fragen sind in dem Verfassungsrechtlichen Moot Court zu beantworten, der als uni-interner Wettbewerb im Wintersemester erstmals an der Universität Osnabrück stattfindet. "Zu Grunde liegt ein fiktiver Fall aus dem Verfassungsrecht, der in einer simulierten Gerichtsverhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht ausgetragen wird", erklärt der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Oliver Dörr. Teilnehmer sind Studierende des dritten Fachsemesters, die in Teams von vier bis fünf Personen auf der Seite der Bundesregierung und einer Landesregierung gegeneinander antreten. Die Vorrunden des Wettbewerbs finden am Donnerstag, 27. Oktober, statt. Die beiden punktbesten Mannschaften der Vorrunden treten im Finale am darauffolgenden Freitag gegeneinander an.

Ziel des Moot Courts ist es, sich mit einem aktuellen juristischen Thema auseinander zu setzen und dabei die Fähigkeit zu trainieren, tatsächliche Sachverhalte und rechtliche Fragen von zwei unterschiedlichen Seiten zu beleuchten. Dörr: "Bei der Erarbeitung der mündlichen Vorträge lernen die Teilnehmer, juristische Argumente taktisch und rhetorisch geschickt für ihre Partei einzusetzen. Angesichts des beträchtlichen Aufwandes, der damit verbunden ist, im Wettbewerb inhaltlich wie formal eine gute Präsentation abzuliefern, gehören die Teilnehmer zu den besonders interessierten und vor allem engagierten Studierenden ihres Jahrgangs."

In dem Fall, der am Anfang der Sommerferien ausgegeben wurde, geht es um die verfassungsrechtliche Zulässigkeit einer fiktiven Verschärfung des Versammlungsgesetzes. Sie wurde aus Sorge über zunehmende rechtsextremistische Demonstrationen vom Bundesgesetzgeber vorgenommen. Über die Sommerferien erarbeiteten die Teams den Fall in Form mündlicher Plädoyers, wobei sie von einem Mitarbeiter des Fachbereichs betreut wurden.

Prämiert wird das beste Team und der beste Redner bzw. die beste Rednerin. Die Gewinner haben Aussicht auf einen Praktikumsplatz in einer renommierten Anwaltskanzlei in Berlin, beim Bundesverband der Deutschen Industrie und im Landeswirtschaftsministerium in Hannover. Unterstützt wird der Wettbewerb durch Hengeler Mueller Rechtsanwälte (Berlin) und die MLP Finanzdienstleistungen AG Osnabrück.

Weitere Informationen:
Prof. Dr. Oliver Dörr, Universität Osnabrück,
Fachbereich Rechtswissenschaften,
Martinistraße 8, D-49069 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 6050, Fax +49 541 969 6049,
e-mail: odoerr@uni-osnabrück.de

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