Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 18. November 2019 

Japan und Deutschland: die Akademien kooperieren

20.10.2005 - (idw) Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

Die Japanische Akademie, vertreten durch ihren Präsidenten Saburo Nagakura, und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, vertreten durch ihren Präsidenten Gerhard Gottschalk, haben sich entschlossen, verstärkt zusammenzuarbeiten und ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Darin wird vereinbart, die vorhandenen Beziehungen auszuweiten und zu vertiefen. Dies soll geschehen durch gemeinsame Forschungsprojekte, deren Bearbeitung durch die Ermöglichung von Wissenschaftleraufenthalten an Forschungsinstitutionen im jeweils anderen Land erleichtert werden soll. Zurückzuführen ist das Kooperationsabkommen auf die Initiative des Auslandsbeauftragten und Vizepräsidenten der Akademienunion, Helmut Sies, der im September 2004 erste Gespräche mit der Japanischen Akademie führte. Dass diese Gespräche nun im Deutschlandjahr Japans zu einem Abschluss gebracht werden konnten, ist besonders erfreulich.

Die deutschen Akademien der Wissenschaften werden bereits in Kürze (konkret am 29. und 30. Oktober 2005) in Tokyo bei einem Humboldt-Kolleg über " Die deutsche Tradition der Universalwissenschaften " prominent vertreten sein. Sie werden dabei repräsentiert werden von Volker ter Meulen, dem Präsidenten der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, und Peter Graf Kielmansegg, dem Präsidenten der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Während der die Tagung eröffnende Festvortrag von Graf Kielmansegg dem Thema " Demokratie und Wahrheit " gewidmet sein soll, wird Volker ter Meulen in Tokyo die Leopoldina und ihre Wissenschaftsdisziplinen vorstellen.

Ihre Ansprechpartner für Rückfragen
sind Prof. Dr. Helmut Sies, der Auslandsbeauftragte und Vizepräsident der Akademienunion, unter Tel. 0211/811-2707 oder per Mail: sies@uni-duesseldorf.de, und Myriam Hönig, die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Akademienunion, unter Tel. 030/206 329-65 oder per Mail: hoenig@akademienunion-berlin.de.

Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von sieben Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen haben. Unter dem Dach der Union sind mehr als 1600 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedenster Fachrichtungen vereint, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören. Die Union koordiniert das "Akademienprogramm", das eines der größten und bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland darstellt. So ist die Union zuständig für die Koordinierung und Durchführung gemeinsamer Forschungsvorhaben ihrer Mitgliedsakademien. Sie empfiehlt die Bildung von Schwerpunkten für verwandte Projekte, fördert die Kommunikation zwischen den Akademien und betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie kommuniziert mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen. Eine organisierte Zusammenarbeit der deutschsprachigen Akademien der Wissenschaften gibt es bereits seit über 100 Jahren. Sie geht zurück auf das sogenannte "Kartell", das 1893 in Leipzig für die Betreuung von über 30 gemeinsamen Akademie-Forschungsvorhaben gegründet wurde.

uniprotokolle > Nachrichten > Japan und Deutschland: die Akademien kooperieren
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/107672/">Japan und Deutschland: die Akademien kooperieren </a>