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Wissen und Macht - Wie und wozu entstehen gesellschaftliche Eliten?

24.10.2005 - (idw) Leibniz-Gemeinschaft

Vortrag- und Diskussionsabend der Reihe GEISTESWISSENSCHAFT IM DIALOG in Mainz

Der Zugang zu Wissen steht in offenen Gesellschaften wie jener der Bundesrepublik heute prinzipiell allen Individuen offen, ebenso die Partizipation an der demokratisch legitimierten Macht. Brauchen wir also in modernen Wissensgesellschaften und demokratischen Rechtsstaaten noch Wissenseliten? Welche Stellung sollten sie einnehmen neben den Eliten in Politik und Wirtschaft? Schon in vorgeschichtlicher Zeit bilden menschliche Gemeinschaften hierarchische Gesellschaftsstrukturen aus. Sie dienen neben der Arbeitsteilung vor allem der Machstabilisierung nach innen und außen. Politische Machtentfaltung wird stets von kulturellen Entwicklungen begleitet. Doch wie begründet sich das Verhältnis von Wissen und Macht, wo eröffnen Bildung und Wissen den Zugang zu Machtpositionen und wie regulieren umgekehrt die Machthaber den Zugang zu den Wissenszentren ihres Kulturbereichs?

Drei geisteswissenschaftliche Vertreter der Archäologie, der Geschichte des Mittelalters und der Zeitgeschichte blicken weit zurück in die Geschichte der Eliten. Ihr historischer Blickwinkel verändert auch den Horizont für mögliche Antworten auf die Fragen nach der künftigen Funktion von Eliten. Die Beziehungen von Wissen und Bildung, von Masse und Elite, von gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Macht stehen an diesem Abend zur Diskussion.

Mit dem Goldschatz von Sânnicolau, einer archäologischen Fallstudie zum kulturellen Horizont einer Fürstenmacht eröffnet Prof. Dr. Falko Daim (Professor für Ur- und Frühgeschichte, Generaldirektor des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz) die Elitengeschichte. Zur Königsmacht und Wissensdistribution im frühen Mittelalter führt Prof. Dr. Johannes Fried (Professor für Mittelalterliche Geschichte, Frankfurt/Main). Die zeitgeschichtliche Frage: Ist Wissen Macht? stellt Prof. Dr. Horst Möller (Professor für Neuere und Neueste Geschichte, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, München) und betrachtet die Bildung im Spannungsfeld von Elite und Masse. Den Dialog der Experten und die Publikumsdiskussion moderiert Rüdiger Bender (Lehrbeauftragter für Philosophie und Kulturwissenschaften, Erfurt/Ilmenau). Zur Begrüßung sprechen Prof. Dr. Falko Daim, Dr. Dieter Herrmann, Generalsekretär der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und MinDirig Hartmut Grübel, Unterabteilungsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Termin: 25. Oktober 2005, 18.00 Uhr
Ort: Mainz, Kurfürstliches Schloß, Forstersaal

Kontakt und Anmeldung:
Dr. Katharina Weisrock
Römisch-Germanisches Zentralmuseum
Ernst-Ludwig-Platz 2
55116 Mainz
Fon: 06136 752 00 7
Fax: 06131 912 41 95
Mail:weisrock@gidialog.de
Weitere Informationen: http://www.gidialog.de
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