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Henkel gegen Aufteilung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

27.10.2005 - (idw) IWF Wissen und Medien gGmbH

Der Präsident der Wissenschaftsgemeinschaft Leibniz, Prof. Dr.-Ing. E.h. Hans-Olaf Henkel hat sich gegen Pläne der künftigen Koalitionsregierung gewandt, Aufgabenbereiche des Wissenschaftsministeriums in das Wirtschaftsministerium zu transferieren. Dies sei unsinnig, so Henkel heute bei einem Besuch der IWF Wissen und Medien gGmbH in Göttingen. Man könne anwendungsbezogene und Grundlagenforschung nicht auseinandereißen, da ein Forscher zu Beginn seiner Arbeit nicht wissen könne, was am Ende dabei heraus komme. Außerdem müssten dann in Brüssel bei der Europäischen Union Vertreter zweier deutscher Ministerien vorstellig werden, um deutsche Wissenschaftsinteressen zu vertreten.

Bei seinem Besuch der IWF Wissen und Medien betonte Henkel die Bedeutung von Medien für die Öffentlichkeit und für die Wissenschaft. Er selbst habe dies bei einer Spendenaktion für die Dresdener Frauenkirche, die am kommenden Sonntag feierlich wieder eröffnet wird, erlebt. Vor allem eine dreidimensionale Darstellung der Frauenkirche auf einer Leinwand, die er vor einigen Jahren für die Hannoversche Cebit habe anfertigen lassen, habe viele hochrangige Politiker und Manager von der Notwendigkeit des Wiederaufbaus überzeugt. "Medien sind bei der Durchsetzung von Zielen in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen", so Henkel vor Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der IWF weiter.

Der Besuch der IWF Wissen und Medien stand ganz im Zeichen der Bedeutung von Medien in der Wissenschaft. Bei einem Rundgang durch die IWF konnte sich Henkel über die Tansferaufgabe des Instituts informieren: "Bilder aus der Wissenschaft für die Wissenschaft" ist das Motto des Göttinger Medienhauses. Audiovisuelle Medien aus der Wissenschaft zu akquirieren, sie zu sichern und den Hochschulen zur Verfügung zu stellen, das ist die Kernaufgabe des ehemaligen Instituts für den Wissenschaftlichen Film. Damit leistet dieses Institut einen wichtigen Beitrag für Forschung und Lehre. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die neuartige Online-Mediathek, die via Internet eine schnelle und bequeme Recherche mit Vorschaumöglichkeit bietet.

Am Ende seines Besuches betonte der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, dass die IWF auch einen Beitrag zum lebenslangen Lernen leisten könne. Medien könnten Lernprozesse nachhaltig unterstützen.
Weitere Informationen: http://www.iwf.de/
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