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"Wissenschaft als Event - der neue Trend und seine Folgen"

03.11.2005 - (idw) Eberhard Karls Universität Tübingen

Universitätszeitschrift attempto! beschäftigt sich mit dem Wissenschaftsboom in den Medien

Das Magazin der Universität Tübingen "attempto!" beschäftigt sich in seiner neuen Ausgabe mit einem aktuellen Trend: Die Deutschen scheinen zunehmend nach mehr Wissen und Bildung zu streben. Begeistert nutzen Erwachsene und Kinder die Angebote von Sommer- und Kinderunis oder von "Städten der Wissenschaft". Und auch die Aktionen in den "Jahren" der Physik, der Lebenswissenschaften, Geowissenschaften und im "Einstein-Jahr" ziehen Tausende in ihren Bann. Die Medien haben diesen Wissenstrend natürlich längst erkannt: "Science sells" lautet die neue Devise. Jeder Fernsehsender produziert mittlerweile Wissenschaftsshows und -magazine, und auch Zeitungen geben zusätzlich Wissenschaftszeitschriften heraus.
Doch was lernen Menschen tatsächlich bei Wissenschaftsevents? Sind Fernsehshows wirklich dazu geeignet, Wissen zu vermitteln oder geht es vielmehr um leicht verdauliche Unterhaltung? Wie hoch ist die Gefahr, dass Wissenschaft und Forschung trivialisiert werden? Und was hat eigentlich die Wissenschaft von ihrer neu gewonnenen Popularität?

Diesen Fragen gehen die attempto-Autoren auf den Grund. Der Bielefelder Soziologe Peter Weingart untersucht, ob der Medienboom um Wissenschaft wirklich erklärt, was Wissenschaft ausmacht und ob er ihr auch hilft. Der Bild-Zeitungs-Autor Christoph Fischer zeigt auf, wie die Boulevardpresse inzwischen als Vorbild in der Wissenschaftsberichterstattung wirkt.
Ernst Pernicka vom Tübinger Institut für Ur- und Frühgeschichte sieht die Wissenschaft in der Bringschuld. Er hält die Forscher für verpflichtet, die Öffentlichkeit über ihre Arbeiten zu informieren. Georg Wieland warnt vor einer drohenden Trivialisierung der Wissenschaft durch die Medien, und der Physiker Hanns Ruder äußert sich über Sinn und Unsinn des Rummels rund um das "Einstein-Jahr".
Eine Untersuchung der Friedrich-Schiller-Universität Jena zeigt darüber hinaus, welche und wie viele Informationen eines Fernsehbeitrags tatsächlich beim Zuschauer ankommen und an welche Inhalte er sich langfristig erinnern kann.

Die neue Ausgabe von attempto! im Internet:
http://www.uni-tuebingen.de/uni/qvo/at/attempto.html

Auf Wunsch schicken wir Ihnen gerne die Printversion von attempto! zu.

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