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Studie klärt Ursachen von Kehlkopfkrebs

04.11.2005 - (idw) Universität Leipzig

Anlässlich des 4. Workshops der Arbeitsgemeinschaft Onkologie der Deutschen HNO-Gesellschaft zur Vorbeugung von Kopf- und Halskrebs an der Universität Leipzig wird die weltweit bislang größte Fall-Kontrollstudie zu den Ursachen von Kehlkopfkrebs vorgestellt. Zentrales Thema des Workshops ist der aktuelle Stand der Präventions- und Früherkennungsmöglichkeiten von Kopf- und Halskarzinomen. Zeit: 19. November 2005
Ort: Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Grimmaische Straße 6

(Einladung zur Pressekonferenz unten)

Durch Früherkennung Verstümmelung und Organverlust vermeiden

"Der von der Arbeitsgemeinschaft Onkologie der Deutschen Gesellschaft für Hals-,Nasen- und Ohrenheilkunde; Kopf- und Halschirurgie veranstaltete Workshop soll vor dem Hintergrund des geplanten Präventionsgesetzes eine Art Check-up neuester Erkenntnisse auf dem Gebiet der Entstehung, Diagnose und Behandlung von Kopf- und Hals-Karzinomen bieten, die für Prävention und Früherkennung dieser Krebsarten herangezogen werden können.", erklärt Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der Hals-, Nasen-, Ohrenuniversitätsklinik Leipzig. "Denn durch Früherkennung kann auch Krebs im Kopf- und Halsbereich ohne die gefürchteten Folgen wie Verstümmelung und Organverlust weitgehend vermieden werden."

Teilnehmer des Workshops sind auf diesem Gebiet führende Mediziner und Wissenschaftler aus ganz Deutschland, sowie Vertreter aus Politik, Berufsverbä


weitere Informationen:
Prof. Dr. Andreas Dietz
Telefon: 0341 97-21700
E-Mail: andreas.dietz@medizin.uni-leipzig.de
http://www.uni-leipzig.de/~hno

Einladung zur Pressekonferenz

Vorstellung der weltweit größten Studie zu den Ursachen von Kehlkopfkrebs:

Auf einer Pressekonferenz im Vorfeld des Workshops stellt Ihnen Prof. Andreas Dietz, Direktor der Hals-, Nasen-, Ohrenuniversitätsklinik Leipzig, die weltweit bislang größte molekularepidemiologische Studie zu den Ursachen von Kehlkopfkrebs vor, die er gemeinsam mit Prof. Dr. Heiko Becher aus Heidelberg durchführte und die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde.

Zeit: 18. November 2005, 11:00 Uhr
Ort: Raum 320
Ritterstraße 26


Reaktion auf DNA-Veränderungen lässt Rückschlüsse auf individuelles Kehlkopfkrebsrisiko zu

Die Studie liefert zum einen eine Erklärung dafür, warum manche Menschen unter gleichen Umweltbedingungen Kehlkopfkrebs bekommen, andere hingegen nicht. Das hängt mit der sogenannten Suszeptibilität zusammen. Die Wissenschaftler verstehen darunter die unterschiedliche Reaktion des Menschen auf äußere Einflüsse, die zu Veränderungen in der DNA führen können. Was sie herausfanden, hat zu tun mit den individuellen Reparaturmechanismen für DNA-Fehler, die das multifaktorielle Spektrum der Ursachen für Kehlkopfkrebs erweitern und Rückschlüsse zulassen auf das individuelle Risiko an Kehlkopfkrebs zu erkranken. "Für die Früherkennung von Risikogruppen für Kehlkopfkrebs ist es ein wichtiger eingrenzender Faktor.", so Dietz.

Zement als Risikofaktor für Kehlkopfkrebs nachgewiesen

Zum zweiten untersuchten die Wissenschaftler verschiedene äußere oder exogene Faktoren wie Rauchen und Papillomviren sowie Umweltgifte in bezug auf das Entstehen von Kehlkopfkrebs. Besonders Augenmerk legten die Forscher dabei auf das Zusammenwirken der verschiedenen Einflussfaktoren und beachteten auch, dass eine Ursache die andere überdecken kann. Welche Rolle in diesem Gefüge Feinstäube, z.B. Zement, spielen und wie sie ihrem Einfluss auf die Spur kamen, wird auf der Pressekonferenz dargelegt.

Vorsorge und Früherkennung können Leben retten

Wie wichtig Vorsorge und Früherkennung von Kehlkopfkrebs sind, weiß aus eigener Erfahrung Frank Mädler aus Chemnitz, Präsident des Bundesverbandes der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten e.V. Der Bundesverband steht den Betroffenen zur Seite und will die Öffentlichkeit für die Problematik sensibilisieren. Auf der Pressekonferenz spricht er über die Probleme der Betroffenen und welche Vorsorgemaßnahmen er für wichtig hält.

Neue Studie beschäftigt sich mit der Rolle von Zement genauer

2006 geht die Studie in die zweite Runde. Dabei geht es besonders um den Einfluss von Zement auf die Krebsentstehung. Partner der Studie soll dann auch eine Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Olf Herbarth, Departmentleiter am Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle und Direktor des Bereiches Umweltmedizin/Umwelthygiene der Medizinischen Fakultät, sein. Diese Gruppe beschäftigt sich u.a. mit dem Phänomen der Suszeptibilität unter dem Aspekt, dass es von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein kann, ob ein Stoff als Gift wahrgenommen wird und wie die einzelne Person den Stoff verarbeitet. Die Wirkungspalette bestimmter Stoffe reicht von "gar nicht als schädlich wahrgenommen" über "leichte Irritationen hervorrufend" bis zu "krebsauslösend". Woran das liegt und was das bedeutet, erfahren Sie auf der Pressekonferenz.


Ihre Gesprächspartner sind Prof. Dietz, Frank Mädler und Prof. Herbarth. Selbstverständlich erhalten Sie wieder eine aussagekräftige Pressemappe.

Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie an der Pressekonferenz teilnehmen können: Telefon: 03421 97 35 022, Mail: adams@uni-leipzig.de
Weitere Informationen: http://www.uni-leipzig.de/pdf/2005/prog-ipp.pdf
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