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EuroMold 2005: Aachener Institute zeigen neue Entwicklungen für den Werkzeug- und Formenbau

04.11.2005 - (idw) Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Gleich auf drei Messeständen präsentiert sich das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT gemeinsam mit dem Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen sowie dem Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF), der NC-Gesellschaft und der Fraunhofer-Allianz "Rapid Prototyping" in diesem Jahr vom 30. November bis 3. Dezember auf der EuroMold 2005: In Halle 6, Stand B22, auf dem Gemeinschaftsstand des VDWF zeigt der aachener werkzeug- und formenbau als gemeinsame Initiative des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) der RWTH Aachen und des Fraunhofer IPT, wie sich strategische und technologische Exzellenz im Werkzeug- und Formenbau verwirklichen lassen. Die beiden Institute bieten Antworten auf die Herausforderungen im Wettbewerb mit chinesischen Werkzeuganbietern und präsentieren die Sieger des Wettbewerbs "Excellence in Production", die am Vorabend der EuroMold bekannt gegeben werden.

Unter dem Motto "Fraunhofer IPT goes Europe" stellt das Institut auf dem Gemeinschaftsstand der NC-Gesellschaft in Halle 8, Stand M174/K175, seine erfolgreichen EU-Projekte "EuroTooling 21", "Fastool" und "HardPrecision" vor.

Auf dem Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Allianz "Rapid Prototyping" in Halle 8, Stand M122/L113, präsentiert das Fraunhofer IPT das "Rapid Repairing" anhand der automatischen Reparaturzelle für den Werkzeug- und Formenbau "OptoRep" und des Controlled Metal Build Up.

Herausforderung China - Wie reagiert der deutsche Werkzeugbau?

Der aufstrebende Werkzeugbau in China wirft auch in Deutschland viele Fragen auf: Wie gut ist der Werkzeugbau in China wirklich? Bewirken die niedrigen Einstandspreise der Werkzeuge tatsächlich geringere Kosten für die gesamte Produktion? Welche Chancen bieten sich für europäische Werkzeugbaubetriebe, den riesigen Absatzmarkt und die enorme Anzahl hoch motivierter, kostengünstiger Arbeitskräfte zu nutzen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt eine Studie, in der WZL und Fraunhofer IPT die Entwicklungen des chinesischen Werkzeugbaus untersucht haben, und deren erste Ergebnisse auf der EuroMold präsentieren werden.

Für die hiesigen Unternehmen ist es ebenso wertvoll zu erfahren, wie sie selbst im internationalen Wettbewerb aufgestellt sind. Deshalb haben WZL und Fraunhofer IPT mehr als 100 Unternehmen anhand eines Kennzahlensystems verglichen, das finanzielle, organisatorische und strategische Faktoren wie auch die technologische Leistungsfähigkeit betrachtet. Auf der EuroMold stellen WZL und Fraunhofer IPT das Benchmarking vor, das auch bei der Auswahl des "Werkzeugbau des Jahrs 2005" zum Einsatz kam. Die beiden Institute präsentieren gleichzeitig die Sieger des Wettbewerbs die am Vorabend der Messe in Wiesbaden gekürt werden. Am Wettbewerb beteiligten sich in diesem Jahr mehr als 290 Unternehmen. Auf der Messe fällt auch der Startschuss zum Wettbewerb für das Jahr 2006.

Werkzeugbau in Europa: Fit für den globalen Wettbewerb

Seit geraumer Zeit gelingt es dem Fraunhofer IPT, immer stärker auch im europäischen Ausland Fuß zu fassen. Erste Ergebnisse aus drei erfolgreichen EU-Projekten stellt das Institut auf der EuroMold 2005 einem breiten Publikum vor:

Im integrierten Projekt "EuroTooling 21" arbeiten 33 Industrie- und Forschungspartner aus zehn europäischen Ländern daran, die Wettbewerbsfähigkeit des Werkzeug- und Formenbaus durch innovative Technologien zu stärken. In drei praxisnahen Fallstudien untersuchen die Projektpartner besonders anspruchsvolle Anwendungsfelder aus Werkzeugkonstruktion, -fertigung und -dienstleistung. Im Zentrum der Arbeiten steht die Entwicklung von Werkzeugen und Formen für komplexe Mehrkomponenten-Kunststoffspritzgussteile, für Präzisions- und Mikroanwendungen sowie für variantenreiche Spritzgussteile mit geringen Stückzahlen.

Ziel des Projekts "Fastool" ist eine durchgängige automatisierte Fertigung von Werkzeugen und Formen durch Fräsen und Erodieren. Das Fraunhofer IPT erarbeitet dazu neue Ansätze von der automatisierten NC-Programmierung des CAD/CAM-Systems bis hin zur durchgängigen Automation der Prozesskette.

Mit dem Projekt "HardPrecision" entwickelt das Fraunhofer IPT die simultane 5-Achs-Bearbeitung weiter für das Hartfräsen unter den Randbedingungen des Werkzeugbaus. Das Gewicht der Maschinenkomponenten soll durch Faserverbundkunststoffe gesenkt und die Genauigkeit der Fräswerkzeuge deutlich verbessert werden.

"Rapid Repairing" - Schnelle Werkzeugreparatur

Mit einem Gemeinschaftsstand rund um das Rapid Prototyping präsentiert sich die gleichnamige Fraunhofer-Allianz. Das Fraunhofer IPT zeigt auf dem Stand der Fraunhofer-Gesellschaft Technologien und Verfahren des Rapid Repairing für den Aufbau, die Reparatur und die Modifikation von Werkzeugen.

Für den kurzfristigen Bedarf an Werkzeugen und Formeinsätzen, etwa in der Vorserienentwicklung, eignet sich das so genannte Controlled Metal Build Up: Das am Fraunhofer IPT entwickelte Verfahren bietet eine Alternative zum manuellen Auftragschweißen, Fräsen und Erodieren. Durch abwechselndes Laserauftragschweißen und Hochgeschwindigkeitsfräsen anhand der gewünschten NC-Daten lassen sich selbst tiefe Nuten mit engen Inneneckenradien schnell und kostengünstig herstellen.

Die automatisierte Reparaturzelle für den Werkzeugbau "OptoRep" repariert auch große verschlissene Werkzeuge in nur einer Aufspannung. Die komplette Prozesskette wird dazu modular in eine Maschine integriert. Das Gesamtsystem besteht aus einer 5-Achs-Fräsmaschine mit integrierter optischer Messtechnik, einer Laserbeschichtungseinheit und einer durchgängigen CAx-Systemkette zum 3D-Scannen, Fräsen und 3D-Schweißen. Der hohe Integrations- und Automatisierungsgrad kann die Durchlaufzeiten und Kosten, beispielsweise bei der Reparatur oder Designänderung großer Umformwerkzeuge, deutlich senken.

Sie finden das Fraunhofer IPT als Partner auf den
folgenden Messeständen:

VDWF: Halle 6, Stand B22
NC-Gesellschaft: Halle 8, Stand M174/K175
Fraunhofer-Gesellschaft: Halle 8, Stand M122/L113

Ihr Ansprechpartner
Dipl.-Ing. Kristian Arntz
Fraunhofer-Institut für
Produktionstechnologie IPT
Steinbachstr. 17
52074 Aachen
Telefon: +49 (0)241/89 04 -1 21

Fax: +49 (0)241/89 04 -61 21
werkzeugbau@ipt.fraunhofer.de
www.werkzeugbau-aachen.de

Diese Pressemitteilung und ein druckfähiges Bild finden Sie im Internet unter www.ipt.fraunhofer.de/cms.php?id=2054
Weitere Informationen: http://www.ipt.fraunhofer.de/cms.php?id=2054 http://www.werkzeugbau-aachen.de http://www.eurotooling21.com http://www.optorep.de
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