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Deutsche Geschichte in gebrochener Erinnerung07.11.2005 - (idw) Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Das Historische Institut der RWTH Aachen lädt ein zum Vortrag am 9. November
Ein entscheidendes Datum der deutschen Geschichte ist der 9. November. So wurde beispielsweise am 9. November 1918 von Philipp Scheidemann die deutsche Republik ausgerufen; am 9. November 1923 versuchte Hitler erstmals, politische Macht zu erlan-gen; am 9. November 1938 wurden in der Reichspogromnacht jüdische Geschäfte und Gotteshäuser in Brand gesetzt, es wurden Zehntausende Juden verhaftet oder getötet; und am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer.
Das Historische Institut der Aachener Hochschule nimmt diesen Tag zum Anlass, eine Vortragsreihe ins Leben zu rufen, die der Öffentlichkeit Themen der Geschichte in erinnerungskultureller Perspektive vorstellen will.
Den Auftakt bildet der Vortrag von Dr. Werner Tschacher und Stefan Krebs M.A. über den verstorbenen Stahlindustriellen und Unternehmer Dr.-Ing. Walter Rohland (1898-1981), Absolvent, Mäzen und Ehrenbürger der RWTH. Als enger Freund von Albert Speer war Rohland in politisch und wirtschaftlich verantwortlicher Position für die deutsche Eisen- und Panzerwagenproduktion während des Zweiten Weltkrieges verantwortlich.
Der Vortrag versucht, anhand der berüchtigten Gauleitertagung in Posen am 6. Oktober 1943 die methodischen Probleme der Historiker bei der Bewertung überlieferter Quellen aufzuzeigen und die von Walter Rohland 1978 veröffentlichten Memoiren in die geschichtspolitischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland einzuordnen.
Der öffentliche Vortrag findet statt am Mittwoch, 9. November 2005,
18.30 Uhr, im Hörsaal Met P 11, Kopernikusstraße 14, Aachen.
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