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Prorektorenwahl im RUB-Senat: Nur eine kam durch

19.12.2002 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Das Votum war eindeutig: Mit 23 von 25 Stimmen wurde Prof. Dr. Notburga Ott heute zur neuen Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien der RUB gewählt. Anders verlief die Wahl hingegen bei den beiden Kandidaten Prof. Dr. med. Jörg Thomas Epplen und Prof. Dr. Matthias Drieß: Epplen kandidierte als Prorektor für Forschung und Wissenstransfer, konnte in drei Wahlgängen jedoch nicht die erforderliche Mehrheit im Senat der RUB erzielen. Drieß zog nach dem ersten Wahlgang seine Kandidatur als Prorektor für Planung, Struktur und Finanzen zurück.


Prof. Dr. Notburga Ott, neue Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien der RUB
Prof. Ott (r.) und der Rektor der RUB, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Wagner Bochum, 19.12.2002
Nr. 387


Nur eine kam durch
Zwei Prorektorkandidaten scheiterten im RUB-Senat
Notburga Ott neue Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien


Das Votum war eindeutig: Mit 23 von 25 Stimmen wurde Prof. Dr. Notburga Ott (Fakultät für Sozialwissenschaft) heute zur neuen Prorektorin für Lehre, Weiterbildung und Medien der RUB gewählt. Anders verlief die Wahl hingegen bei den beiden Kandidaten Prof. Dr. med. Jörg Thomas Epplen (Medizinische Fakultät) und Prof. Dr. Matthias Drieß (Fakultät für Chemie): Epplen kandidierte als Prorektor für Forschung und Wissenstransfer, konnte in drei Wahlgängen jedoch nicht die erforderliche Mehrheit im Senat der RUB erzielen. Drieß zog nach dem ersten Wahlgang (10 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung, 14 Nein-Stimmen) seine Kandidatur als Prorektor für Planung, Struktur und Finanzen zurück.

Erste Reaktionen

"Ich habe viel daraus gelernt, sie hätten es lieber konturlos", sagte Drieß in einer ersten Reaktion zu den Mitgliedern des Senats. Epplen verließ zuvor die Sitzung sofort nach dem dritten Wahlgang. Notburga Ott bedankte sich beim Senat für das "große Vertrauen", das ihr mit der eindeutigen Mehrheit ausgesprochen worden sei.

Fotos im Internet

Fotos von Prof. Dr. Notburga Ott stehen im Internet zum Herunterladen unter
http://www.rub.de/aktuell/prorektorenwahl/

Wagner übernimmt zusätzliche Aufgaben, Nienhaus kommissarischer Prorektor

Damit ist das Rektorat um den neuen Rektor der RUB, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Wagner (seit 1.12.2002 im Amt), nicht komplett. Wagner hatte nach seiner Wahl gesagt, er wolle eine Frau als Prorektorin berufen und die Kandidaten so auswählen, dass alle vier Säulen der RUB (Geistes-, Ingenieur-, Naturwissenschaften und Medizin) im Rektorat vertreten seien. Spätestens bis zur nächsten Senatssitzung im Februar 2003 wird Wagner zwei Kandidatinnen oder Kandidaten für die vakanten Ämter benennen. Bis zwei neue Prorektoren gewählt sind, wird sich Rektor Wagner auch der Aufgaben annehmen, die im Bereich Forschung und Wissenstransfer anfallen. Der bisherige Prorektor für Planung, Struktur und Finanzen, Prof. Dr. Volker Nienhaus (seit 11.02.2000), bleibt kommissarisch im Amt.

Vita Prof. Dr. Notburga Ott

Notburga Ott wurde am 23. März 1954 in Amberg geboren, sie ist in der bayerischen Oberpfalz aufgewachsen und zur Schule gegangen. Sie ist verheiratet und hat eine 24-jährige Tochter. Nach dem Abitur 1973 studierte sie Pädagogik, Mathematik und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Regensburg und Bielefeld und beendete ihr Studium 1984 mit dem Diplom in Volkswirtschaftslehre. Anschließend war sie bis 1995 als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Sonderforschungsbereich "Mikroanalytische Grundlagen der Gesellschaftspolitik" (SFB 3) im Projekt "Mikrosimulation" und als wissenschaftliche Assistentin am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main tätig. 1989 wurde sie mit einer spieltheoretischen Arbeit zur "innerfamilialen Arbeitsteilung" an der Universität Bielefeld promoviert, 1996 habilitierte sie sich mit einer Arbeit über die Anwendbarkeit von Fuzzy-Mathematik in der Entscheidungstheorie an der Universität Frankfurt. Nach Lehrstuhlvertretungen an der Humboldt-Universität Berlin (Finanzwissenschaft) und der Universität Bremen (Sozialpolitik) übernahm sie 1997 den Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik an der Universität Bielefeld. 1998 wurde sie an die Ruhr-Universität Bochum auf den Lehrstuhl für "Sozialpolitik und öffentliche Wirtschaft" in der Fakultät für Sozialwissenschaft berufen. Otts aktuelle Arbeitsschwerpunkte sind neben allgemeinen Fragen der Sozialpolitik vor allem Haushaltsökonomik, Familienpolitik und Gesundheitswesen. In der Politikberatung hat sie sich mit Projekten im Auftrag von Bundes- und Landesministerien und auf kommunaler Ebene (z. B. Sozialbericht der Stadt Bielefeld) engagiert. Weiterhin ist sie Mitglied im wissenschaftlichen Beirat für Familienfragen beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Seit ihrer Studienzeit war sie kontinuierlich Mitglied in verschiedenen Universitätsgremien, zuletzt als Dekanin der Fakultät für Sozialwissenschaft. Wissenschaftliche Beratungs- und Organisationsaufgaben hat sie z. B. übernommen als Mitglied in Beiräten verschiedener Forschungsinstitutionen (z. B. Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg), als Gutachterin für Forschungsförderungseinrichtungen (z. B. für die DFG und den Schweizer Nationalfonds) und im Vorstand wissenschaftlicher Vereinigungen (z. B. Deutsche Gesellschaft für Be Bevölkerungswissenschaft).

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