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Wissenschaftstage an der FH Lausitz/ Hochdekorierter Biophysiker hält Gastvortrag in Senftenberg

23.11.2005 - (idw) Fachhochschule Lausitz

(kps) Den Biotechnologen der Fachhochschule Lausitz ist es gelungen, Prof. Dr. Detlev Riesner für einen Vortrag im Rahmen der Wissenschaftstage zu gewinnen. Er wird am Freitag, dem 25. November 2005, um 10 Uhr im Audimax des Konrad Zuse Medienzentrums einen öffentlichen Vortrag zum Thema: "Prionen, von infektiösen Molekülen und tödlichen Krankheiten" halten.

Professor Riesner wurde im Mai dieses Jahres vom Bundespräsidenten mit dem Verdienstpreis 1.Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. In der Begründung wurde sein langjähriges Engagement im wissenschaftlichen Bereich, zur Förderung des Nachwuchses und zur wirtschaftlichen Nutzung von Forschungsergebnissen hervorgehoben.

Als Leiter des Instituts für Physikalische Biologie an der Universität Düsseldorf arbeitet Professor Riesner auf international angesehenem Niveau an der Erforschung von Prionen. Prionen sind besondere Eiweiße, die inzwischen als Verursacher von Rinderwahnsinn (BSE) anerkannt sind. Mitte der 90iger Jahre gab es, vor allem durch die Verfütterung von Tiermehl in der britischen Rindermast, ein massives Auftreten dieser Krankheit bei Zuchttieren. Die Befürchtung, dass der Konsum von kranken Tieren beim Menschen die sogenannte Creutzfeld-Jakob-Krankheit auslösen könnte, führte zu einem massiven Einbruch im Rindfleischmarkt, zu neuen Gesetzen und strengen Überwachungen in der Tierzucht. Professor Riesner wird in seinem Vortrag den neusten Stand wissenschaftlicher Arbeiten zu diesem Thema vorstellen.

Professor Riesner ist aber nicht nur als Wissenschaftler interessant, sondern auch als Unternehmer. Ein herausragendes Beispiel ist die von ihm gegründete Firma QIAGEN, die heute zu den Top 10 der Biotechnologie-Unternehmen in Europa gezählt wird. Zusammen mit drei seiner Doktoranden begann er 1985, wissenschaftliche Ergebnisse auf dem Gebiet der Reinigung von DNA, dem Material, aus dem die Gene aufgebaut sind, wirtschaftlich umzusetzen. Eine Motivation war das mangelnde Interesse bestehender Unternehmen, die neuen Erkenntnisse in Produkte umzusetzen. Im vergangenen Jahr beschäftigte die Firma 1300 Mitarbeiter und erwirtschaftete bei einem Umsatz von 300 Mio. EURO einen Gewinn von 40 Mio. EURO.

Als moralische Verpflichtung empfand Riesner die Einrichtung der "Gründerstiftung zur Förderung von Forschung und wissenschaftlichem Nachwuchs an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf". QIAGEN hat damit eine in den USA übliche Tradition in Deutschland eingeführt. Das aus QIAGEN Aktien aufgebaute Stiftungskapital hat inzwischen mehrmals zwischen 300.000 und 400.000 EURO ausgeschüttet und wird, nach harter Auswahl, zur Förderung von Doktoranden eingesetzt.
Weitere Informationen: http://www2.fh-lausitz.de/fhl/hsverw/pa/2005/wissenschaftstage2005.pdf - Programm der Wissenschaftstage der FH Lausitz
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