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"Lebendige Forschung in NWR" - Starke Partner für Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur

28.11.2005 - (idw) Fachhochschule Köln

Die nordrhein-westfälischen Fachhochschulen sind in absoluten Zahlen im bundesweiten Vergleich Spitzenreiter bei der Drittmitteleinwerbung, Spitzenreiter mit Blick auf die Zahl laufender Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die Zahl forschender Professorinnen und Professoren ist etwa zehn Prozent höher als im Bundesdurchschnitt und die von den Rektoraten ausgewiesenen Forschungsscherpunkte sind mit 108 im Jahre 2004 besonders zahlreich. Darauf wies der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz (LRK) der Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen und Rektor der Fachhochschule Köln, Prof. Dr. Joachim Metzner, bei dem ersten Hochschulgespräch des gemeinsamen Projekts "Lebendige Forschung in NWR" der 16 nordrhein-westfälischen Fachhochschulen am 24. November 2005 in Köln hin. Unter dem Leitthema "Lebendige Forschung für eine sozialverträgliche Politik" waren Politikerinnen und Politiker von Bundes-, Landes- und Kommunalebene eingeladen worden, um sich ein Bild vom Stand der Fachhochschulforschung in NRW zu machen und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu diskutieren und sich auszutauschen. "Wir sind auf gutem Wege, aber die Zahlen sind noch steigerungsfähig", bilanzierte der LRK-Vorsitzende. Trotz Spitzenstellung seien die Potenziale noch nicht ausgeschöpft. Zudem müssen die Forschungsleistungen sichtbarer gemacht werden - in den Medien und in der Politik ist die angewandte Forschung der Fachhochschulen zu wenig bekannt. Ein wichtiger Schritt, dies zu ändern, ist die vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie (MIWFT) des Landes NRW unterstützte Marketingoffensive der NRW-Fachhochschulen "Lebendige Forschung in NRW", in deren Rahmen auch die Hochschulgespräche stattfinden. "Die Fachhochschulforschung in Nordrhein-Westfalen steht bereit, um endlich in der Öffentlichkeit und der Politik richtig entdeckt zu werden!", konstatierte der LRK- Vorsitzende. An diesem ersten Hochschulgespräch beteiligten sich 13 Politikerinnen und Politiker sowie 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von sechs nordrhein-westfälischen Hochschulen.

Begeistert zeigten sich die Politikerinnen und Politiker über die Bandbreite, Intensität und Qualität der angewandten Forschung und Entwicklung an den nordrhein-westfälischen Fachhochschulen. Sie forderten eine verstärkte Lobbyarbeit der Fachhochschulen insbesondere auch auf Bundesebene. Dort führen die Fachhochschulen ein Schattendasein und werden daher mit ihren Leistungen und Bedürfnissen nicht entsprechend wahrgenommen. Zu den Problemen der Forschung an Fachhochschulen zählen der im Gegensatz zu den Universitäten nicht existierende Mittelbau, die Befristung der Anstellungsmöglichkeiten der über Drittmittel finanzierten wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und die damit verbundenen Schwierigkeiten der Nachwuchsförderung sowie der Bindung von hervorragenden Nachwuchwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Hier hatte das leider inzwischen eingestellte Assistentenprogramm der Landesregierung in der Vergangenheit beste Dienste geleistet. Auf der Wunschliste der Fachhochschulen standen zudem die Aufrechterhaltung und der Ausbau spezieller Förderprogramme. Kritisiert wurden neue Forschungsförderprogramme wie das FH3, in dem sozialwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Forschungsprojekte - die an nordrhein-westfälischen Fachhochschulen sehr intensiv betrieben werden und viel ausgeprägter sind als in anderen Bundesländern - ausgeschlossen worden sind.

Eine breite Basis für die von der Politik eingeforderte stärkere Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft ist an den Fachhochschulen in NRW bereits vorhanden und bietet sehr gute Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Die NRW-Fachhochschulen sind starke Partner für Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur und leisten einen erheblichen Beitrag zur Wirtschaftsförderung, fasste Prof. Dr. Klaus Becker, Prorektor für Forschung und Entwicklung der Fachhochschule Köln, abschließend zusammen. "Wir wollen unseren Beitrag leisten, um unser Bundesland zu stärken - auch im sozialen Bereich", betonte Prof. Becker und verband dies mit der Bitte an die Politikerinnen und Politiker, die Fachhochschulen hierbei zu unterstützen.

Bei dem ersten Hochschulgespräch stellten folgende Fachhochschulen Forschungsprojekte zum Leitthema "Lebendige Forschung für eine sozialverträgliche Politik" vor: Fachhochschule Dortmund, Fachhochschule Köln, Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Fachhochschule Lippe und Höxter, Katholische Fachhochschule NW, und Rheinische Fachhochschule. Zwei weitere Hochschulgespräche werden im kommenden Jahr stattfinden: Am 23. Mai 2006 zum Thema "Lebendige Forschung - Wirtschaft und Technologie" sowie am 22. Juni 2006 zum Thema "Lebendige Forschung - Lebensraum und Ressourcen". Koordiniert wird das Gemeinschaftsprojekt "Lebendige Forschung in NRW" durch das Zentrum für Forschungskommunikation (zefo), das an der Köln International School of Design der FH Köln angesiedelt ist.


Weitere Informationen erhalten Sie bei den Hochschulpressestellen der Fachhochschulen und über das Zentrum für Forschungskommunikation (zefo)
Tel./Fax: 0221 8275 3187
E-Mail: broichhagen@zefo.de
Weitere Informationen: http://www.fachhochschulen-nrw.de
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