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Nordrhein-Westfalen zeichnet junge Neurowissenschaftler für hervorragende Ergebnisse in der Hirnforschung aus

30.11.2005 - (idw) Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW

Neurokongress 2005: Gehirn - Geist - Psyche Die erfolgreiche Behandlung psychischer Erkrankungen gewinnt immer mehr an Bedeutung: Fast jeder fünfte Bundesbürger zwischen 18 und 65 Jahren leidet schon heute an einer behandlungsbedürftigen Störung. Der Forschungsstandort Nordrhein-Westfalen setze hier wesentliche Akzente, sagte der nordrhein-westfälische Innovationsminister Dr. Andreas Pinkwart heute in seiner Rede auf dem Neurokongress 2005 in Düsseldorf, denn er profitiere in der Hirnforschung von einer beispielhaften Vernetzung. An neun Standorten verbinde das vom nordrhein-westfälischen Innovationsministerium unterstützte Kompetenznetzwerk NeuroNRW Grundlagenforschung mit Innovation, differenzierte Probleme mit zukunftsorientierten Lösungen: "Die Neurowissenschaften sind eine vielschichtige Disziplin. Hier ist der fachliche Austausch über Standorte und Disziplinen hinweg besonders wichtig, denn um im internationalen Vergleich auf hohem Niveau zu bestehen, geht es nicht ohne Vernetzung und Konzentration auf erfolgreiche Gebiete."

Angesichts einer alternden Gesellschaft und dem erhöhten Aufkommen von neurodegenerativen Erkrankungen könne sich keine Gesellschaft mehr den damit verbundenen Fragestellungen entziehen. Wichtig sei deshalb die verstärkte Förderung der Neurowissenschaften in Nordrhein-Westfalen mit dem Ziel der Therapieentwicklung. Dazu gehöre eine aktive Forschungsförderung, der Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und die Integration und Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

An zwei Tagen wurde dazu gemeinsam mit dem Wissenschaftszentrum NRW und dem Netzwerk NeuroNRW in den Rheinterrassen in Düsseldorf zum Thema "Gehirn - Geist - Psyche" mit Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit diskutiert. Für die exzellenten Präsentationen ihrer Forschungsergebnisse hat Staatssekretär Dr. Michael Stückradt gestern Abend (29.11.) elf junge Neurowissenschaftler ausgezeichnet: Sie erhielten einen jeweils mit 1.000 Euro dotierten Preis zur Verwendung für Kongressteilnahmen oder auswärtige Forschungsaufenthalte. Ausgezeichnet wurden:

o O. Ambrée, A. Herring, N. Görtz, N. Sachser, W. Paulus, K. Keyvani: Environmental enrichment reduces as deposition in a transgenetic mouse model of alzheimer's disease: Involvement of multiple processes
o T. Czopka, A. von Holst, A. Faissner: Impact of extracellular matrix molecules on oligodendrocyte development
o S. Friedel, A. Dempfle, K. Saar, K. Konrad, J. Hebebrand: A genome-wide scan for attention deficit/hyperactivity disorder in 155 german sib pairs
o C. Grefkes, A. Ritzl, K. Zilles, J. Noth, G.R. Fink: Woher weiß die Hand, wohin sie greifen muss? Visuomotorische Koordinaten-Transformation im medialen intraparietalen Kortex des Menschen
o K. Hajjar, M. Gerwig, K. Haerter, A. Dimitrova, M. Frings, F.P. Kolb, D. Timmann: Timing of delay but not of trace conditioned eyeblink responses is impaired in patients with cerebellar lesions
o S. Lehmann, S. Moritz, A. von Holst, A. Faissner: Application of the induction gene trap technology for genes depending on chondroitin sulfate proteoglycan-signalling in neural stem cells
o R.T. Narayanan, T. Seidenbecher, O. Stork, H.-C. Pape: Patterns of theta synchronization in amygdalo-hippocampal-prefrontal cortical circuits during consolidation and extinction of fear memory
o M. Ploner, J. Gross, L. Timmermann, B. Pollok, A. Schnitzler: Pain suppresses spontaneous brain rhythms

o M. Schneider, E. Schöming, J. Klosterkötter, F.M. Leweke: Behavioral long-term consequences of chronic cannabinoid administration during pubertal development: A follow up study in wistar rats
o M. Tsanov, D. Manahan-Vaughan: Diurnal light- and dark-exposure regulates the frequency-dependence of synaptic plasticity in the rat visual cortex in association with circadian rhythms
o D. Zhou, R. Srivastava, S. Nessler, V. Grummel, N. Sommer, C. Stadelmann, H.-P. Hartung, B. Hemmer: Identification of a pathogenic antibody response to native myelin oligodendrocyte glycoprotein in multiple sclerosis

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