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Die möglichen Zukünfte einer nachhaltigen Abfallwirtschaft

30.11.2005 - (idw) VDI Technologiezentrum GmbH

Vertreter der kommunalen und privaten Abfallwirtschaft sowie der Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gehen am 6. und 7. Dezember im Rahmen eines Workshops der Frage nach, wie eine nachhaltige Abfallwirtschaft im Hinblick auf Siedlungsabfälle in 10-15 Jahren aussehen könnte. Dabei werden die Grundlagen für unterschiedliche Szenarien erarbeitet, die zur praxisnahen und akteursspezifischen Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zur Etablierung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft dienen. Mit dem Ende der oberirdischen Ablagerung unbehandelten Hausmülls gehen zahlreiche Änderungen auch der Infrastruktur und im Akteursgefüge der Abfallwirtschaft einher. Dieser Trend der dynamischen Änderungen in der Abfallwirtschaft setzt sich sicherlich auch in Zukunft weiter fort. Im Fokus wird dabei insbesondere die vollständige und umweltverträgliche Verwertung aller Siedlungsabfälle stehen, die spätestens ab dem Jahr 2020 vorgesehen ist und die eine Ablagerung der Abfälle auf Deponien überflüssig werden lässt.

Wie die Abfallwirtschaft darauf reagieren und sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickeln wird, kann niemand seriös voraussagen. Mit Hilfe einer Szenario-Analyse allerdings lassen sich unterschiedliche Entwicklungsrichtungen der Abfallwirtschaft - und damit auch deren mögliche Zukünfte - darstellen.

Im Rahmen eines moderierten Szenario-Workshops erarbeiten Vertreter der kommunalen und privaten Abfallwirtschaft sowie der Wissenschaft, Politik und Gesellschaft am 6. und 7. Dezember in Mettmann (bei Düsseldorf) gemeinsam die Grundlagen für die verschiedenen Szenarien.

Aufbauend auf diesen Szenarien sollen Strategie- und Maßnahmeoptionen an unterschiedlichen Fallbeispielen erarbeitet werden. Damit lassen sich individuelle und akteurspezifische Handlungsspielräume erkennen, die eine aktive Gestaltung der Zukunft erlauben.

Der Szenario-Workshop ist die zweite von insgesamt drei Veranstaltungen, die im Rahmen des Forschungsprojektes "KIDA - Kooperation in der Abfallwirtschaft" durchgeführt werden.

Im Dezember des vergangenen Jahres diskutierten die Teilnehmer des Workshops "Nachhaltigkeit in der Abfallwirtschaft" über die Ziele einer nachhaltigen Abfallwirtschaft und präsentierten exemplarische Wege zur Zielerreichung durch Good-practice-Beispiele aus der Abfallwirtschaftspraxis. Die Messbarkeit von Nachhaltigkeit sowie der Nutzen von Nachhaltigkeit in der Abfallwirtschaft wurden durch wissenschaftliche Beiträge thematisiert. Der Workshop-Ergebnisband dieser Veranstaltung ist kostenfrei erhältlich (http://www.zt-consulting.de/publikationen oder per Fax 0211/6214-139).

In 2006 soll ein Stakeholder-Dialog unter Einbindung aller relevanten Interessengruppen zu diesem Thema initiiert werden. Dabei sollen sowohl die Ergebnisse der Szenario-Analyse als auch die Fallbeispiele, die derzeit im Rahmen des Forschungsprojektes erarbeitet werden, präsentiert, kommentiert und zur Diskussion gestellt werden.

Zur Methodik der Szenario-Analyse
Ein Szenario ist die Beschreibung einer denkbaren Situation in der Zukunft. Es beruht auf den Entwicklungsmöglichkeiten vieler, miteinander vernetzter Einflussgrößen.

Die Szenario-Analyse ist eine Methode der Zukunftsforschung und Strategieentwicklung. Sie wird vorzugsweise auf Fragestellungen und Entscheidungssituationen angewandt, die sich durch ein hohes Maß an Komplexität auszeichnen, sich nicht ausschließlich bzw. adäquat durch quantitative Indikatoren beschreiben lassen, die zur Systembeschreibung die Wissensbestände verschiedenster Akteure integrieren müssen sowie von unterschiedlichen Werten und Interessen geprägt sind.

KIDA - Kooperation in der Abfallwirtschaft
Der vielfach und vielfältig gebrauchte Begriff der Nachhaltigkeit bedarf auch in der Abfallwirtschaft einer schärferen Konturierung und Konkretisierung. Um die Ziele der Nachhaltigkeit in diesem Bereich praxisgerecht operationalisieren zu können, erarbeiten Akteure aus kommunaler und privater Abfallwirtschaft sowie aus Wissenschaft und Gesellschaft in dem Forschungsprojekt "KIDA - Kooperation in der Abfallwirtschaft" gemeinsam entsprechendes Orientierungs- und Handlungswissen. Mit der unmittelbar an Modellregionen ausgerichteten Forschung wird eine praxisnahe Verwertbarkeit der Ergebnisse angestrebt.

KIDA wird unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der sozial-ökologischen Forschung. Das Projekt wird koordiniert durch Zukünftige Technologien Consulting (ZTC) der VDI Technologiezentrum GmbH.

Weitere Informationen sind im Internet verfügbar unter http://www.nachhaltige-abfallwirtschaft.de.

Für weitergehende Fragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
- zum Forschungsprojekt KIDA: Hartmut Schug (Tel.: 0211/6214-365)
- zur Szenario-Analyse: Dr. Carsten Krück (Tel.: 0211/6214-519) oder Christiane Ploetz (Tel.: 0211/6214-503)

Kontakt
Hartmut Schug
Zukünftige Technologien Consulting (ZTC)
der VDI Technologiezentrum GmbH
Graf-Recke-Str. 84
40239 Düsseldorf

Tel.: 0211/6214-365
Fax: 0211/6214-139
E-mail: schug@vdi.de
http://www.zt-consulting.de
Weitere Informationen: http://www.nachhaltige-abfallwirtschaft.de - KIDA - Kooperation in der Abfallwirtschaft http://www.sozial-oekologische-forschung.org - Sozial-ökologische Forschung http://www.fona.de - Forschung für Nachhaltigkeit http://www.bmbf.de - Bundesministerium für Bildung und Forschung http://www.zt-consulting.de - Zukünftige Technologien Consulting (ZTC) der VDI TZ GmbH

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