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Wissensschau "science + fiction" eröffnet am 12. Dezember in Japan - Schlusspunkt nach drei Jahren Tour durch

01.12.2005 - (idw) VolkswagenStiftung

Von der VolkswagenStiftung initiierte Ausstellung "science + fiction - zwischen Nanowelt und globaler Kultur" eröffnet jetzt im National Museum of Emerging Science and Innovation in Tokyo Ein Schlusspunkt wie man ihn sich wünscht für eine Ausstellung. Nach drei Jahren voller Höhepunkte, nach sieben Stationen mit einer Vielzahl begleitender Veranstaltungen im Rahmenprogramm eröffnet nun am 12. Dezember 2005 die von der VolkswagenStiftung initiierte Ausstellung "science + fiction - zwischen Nanowelt und globaler Kultur" in Japan - genauer: im National Museum of Emerging Science and Innovation in Tokio. Dieser achte Ausstellungsort wird zugleich der letzte sein.

"Dass sogar großes Interesse ausländischer Museen an der Ausstellung besteht, hätten wir uns anfangs nicht träumen lassen", sagt Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung. Denn Tokio ist bereits Auslandsstation Nummer drei - nach dem Nobel Museum in Stockholm im Sommer 2004 und dem Ausstellungsforum der Technischen Universität Eindhoven im Frühjahr dieses Jahres. Der jetzt folgenden Station kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu, ist es der Schau "science + fiction" somit doch auch vorbehalten, zur Mitte des deutsch-japanischen Jahres 2005/06 einen entsprechend kräftigen Akzent zu setzen.

"Science und fiction" startet in Tokio am 12. Dezember um 18 Uhr mit Grußworten des Museumsdirektors Mamoru Mohri, vom deutschen Botschafter in Japan Henrik Schmiegelow und von Dr. Wilhelm Krull. Ein Rundgang durch das Museum schließt sich an. Des Weiteren bietet die Ausstellung bis zu ihrem Ende am 27. Februar 2006 ein umfangreiches Rahmenprogramm. Weitere Informationen zu "science + fiction" und zu den Begleitveranstaltungen in Tokio finden Sie im Internet unter http://www.scienceandfiction.de und unter http://www.miraikan.jst.go.jp/index_e.html.

Zur Erinnerung: Das Projekt "science + fiction" startete bereits im Jahr 2001. Künstler und Wissenschaftler - etwa aus den Neurowissenschaften oder der Interkulturalitätsforschung - wurden seinerzeit eingeladen, im Dialog miteinander zu Brennpunkten der gegenwärtigen Forschung zu arbeiten. Die VolkswagenStiftung wagte damit den Versuch, ungeachtet der engen Grenzen des fachwissenschaftlichen Verstehens einen Austausch zu ermöglichen zwischen dem Forscher und dem "interessierten Laien". Schon bald wurde klar: "Science + fiction" sprengt die Grenzen der konventionellen Wissenschaftsvermittlung - sie ist Kunstdarbietung ebenso wie Wissensschau. "Das Besondere dabei: Die 1200 Quadratmeter große Ausstellung hinterfragt in einem kombinatorischen Spiel aus Kunst und Wissenschaft unser Bild der Wirklichkeit", erläutert Wilhelm Krull. Sie eröffne ungewohnte Perspektiven und vor allem neue Möglichkeiten der Diskussion gesellschaftlich relevanter Fragen mit dem Publikum.

Getreu dem Motto "Zwischen Nanowelt und globaler Kultur" rückt "science + fiction" die kulturellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen unseres Wissens ebenso in den Blickpunkt wie die wissenschaftliche Basis unserer Lebenswelt. In Pavillons und Installationen werden die Themen Hirnforschung, Nanotechnologie, Globalisierung sowie "Fremdes" und "Eigenes" und darüber hinaus die "Zukunft der Wissensgesellschaft" künstlerisch dargestellt. Dabei wird allerorten klar, wie durch das Herstellen neuer Kontexte unser Bild der Wirklichkeit wieder und wieder umgestoßen wird. So zeigt beispielsweise der "Hirnpavillon" des Atelier van Lieshout wissenschaftliche Schaubilder aus der Hirnforschung und stellt diesen subjektive Empfindungswelten gegenüber. Die Videoinstallation des Künstlerduos M+M "Gutes Morgen, Dr. Mad!", beschäftigt sich mit der Idee des künstlichen Menschen; in der Installation von Christa Sommerer und Laurent Mignonneau werden unsichtbare Nano-Strukturen erspürbar; der verspiegelte Camping-Bus des Berliner Künstlers Christoph Keller steht für die Expedition ins Unerforschte.

Darüber hinaus führt eine Rahmenhandlung - das "Framework" - den Besucher mit wissenschaftlichen O-Tönen, Fundstücken, Science-Fiction-Figuren, Rap-Videos und Modellen durch die Hauptthemen der von Stefan Iglhaut und Thomas Spring kuratierten Ausstellung.

Mit dem 27. Februar 2006 nun schließt "science + fiction" nicht nur in Tokio, sondern endgültig ihre Tore. Bisherige Stationen waren:

das Sprengel Museum Hannover (Dezember 2002 bis März 2003)
das Zentrum für Kunst und Medienkultur Karlsruhe (April bis August 2003)
caesar - center for advanced european studies and research, Bonn (September bis Dezember 2003)
das Deutsche Hygiene Museum Dresden (Januar bis April 2004)
das Nobel Museum Stockholm (Juni bis September 2004)
das Deutsche Museum München (Oktober 2004 bis Januar 2005)
das Ausstellungsforum der Technischen Universität Eindhoven (Februar bis Mai 2005)

Weitere Informationen im Internet unter http://www.scienceandfiction.de.

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Kontakt
VolkswagenStiftung
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dr. Christian Jung
Telefon: 0511 8381-380
E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de

Kontakt und Veranstaltungsort
National Museum of Emerging Science and Innovation (Mikraikan)
2-41 Aomi, Koto-ku, Tokyo 135-0064/Japan
Tel.: +81 3 3570-9161

Fax: +81 3 3570-9160
www.miraikan.jst.go-jp
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Der Text der Presseinformation steht im Internet zur Verfügung unter http://www.volkswagenstiftung.de/presse-news/presse05/01122005.pdf
Weitere Informationen: http://www.scienceandfiction.de http://www.miraikan.jst.go.jp/index_e.html
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