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Stiftungsrat bestätigt Dr. Sascha Spoun als neuen Präsidenten der Universität Lüneburg

02.12.2005 - (idw) Universität Lüneburg

Jetzt steht es fest: Im Sommersemester 2006 wird Dr. Sascha Spoun als neuer Präsident der Universität Lüneburg sein Amt antreten. Der Stiftungsrat der Stiftung Universität Lüneburg hat auf seiner Sitzung am 2. Dezember 2005 die Ernennung Spouns einstimmig beschlossen. Sascha Spoun, Dozent für Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen, war durch Vermittlung des Hochschulexperten Prof. Dr. Klaus Landfried, ehemaliger Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, in das Verfahren gekommen. Eine Findungskommission hatte ihn dem Senat als einzigen Kandidaten vorgeschlagen; im Oktober dieses Jahres wurde er einstimmig gewählt. Diplom-Volkswirt Jens Petersen, gemeinsam mit Dr. Norbert Bensel Stiftungsratsvorsitzender, kommentierte die Ernennung hocherfreut: "Nachdem Herr Dr. Spoun in allen bisherigen Verfahrensschritten die größtmögliche Unterstützung durch die Mitglieder der Universität erfahren durfte, war es nur konsequent, dass jetzt auch der Stiftungsrat einstimmig für seine Ernennung votierte. Die Kürze der Diskussion im Gremium zeigt mir auch, dass die Stiftungsratsmitglieder vollkommen überzeugt davon sind, mit Herrn Spoun die richtige Wahl getroffen zu haben. Sein Erfahrungshintergrund und die von ihm vorgetragenen konzeptionellen Überlegungen für die künftige Entwicklung der Universität haben die Entscheidung leicht gemacht. Für die Universität und für unsere Region ist dies ein guter Tag, denn die Grundlage für eine Neuausrichtung der Universität Lüneburg ist jetzt geschaffen:"
Besonders freute sich Petersen darüber, dass alle Statusgruppen der Universität den Kandidaten einvernehmlich unterstützt haben, denn das dokumentiere auch nach außen den Willen zum Aufbruch und zur Fortentwicklung der Universität.

Sascha Spoun, nunmehr Deutschlands jüngster Präsident einer öffentlichen Universität, zeigte sich erneut beeindruckt von der Sympathie, die ihm angesichts seiner Bewerbung in Lüneburg begegnete: "Mein Wunsch ist, dass es gelingen möge, die große Einhelligkeit, die sich während des gesamten Verfahrens zeigte, für die künftige Arbeit zu nutzen. Meine Idee einer Universität, getragen von ihren Mitgliedern, die sich als eine Gemeinschaft verstehen, läßt sich nur so verwirklichen. Die Herausforderung, vor der wir hier in Lüneburg stehen, kann nur bewältigt werden, wenn alle an einem Strang ziehen, um ihre Universität auf den Weg in die Zukunft zu bringen und mit Kreativität und Engagement die gemeinsamen Ziele verfolgen. Meinen Teil will ich dazu beitragen, indem ich versuche, alle Mitglieder in diesen Prozess einzubeziehen, sie zu motivieren und für die gemeinsame Aufgabe zu begeistern." Sascha Spoun hatte dem Stiftungsrat zuvor seine Zukunftsvorstellungen für die Lüneburger alma mater ausgebreitet. Im Zentrum seines Vortrages standen die Entwicklung einer international anerkannten Forschungskultur, der Aufbau eines speziellen Lüneburger Studienmodells und der Ausbau vielfältiger Verknüpfungen mit der Praxis.

Zur Person:
Der 36-Jährige Wirtschafts- und Politikwissenschaftler Dr. Sascha Spoun ist Dozent für Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen.

Er studierte von 1988 bis 1996 Wirtschaftswissenschaften (lic.oec.HSG, diplômé H.E.C. Paris) und Politikwissenschaften (dipl.sc.pol.) in Ann Arbor (University of Michigan Business School), München, Paris (Institut des Etudes Politiques "Sciences Po", Ecole des Hautes Etudes Commerciales H.E.C.) und St. Gallen. Während seiner Studienzeit war er zwei Jahre (1992-1994) Präsident der St. Galler Studentenschaft. 1998 promovierte er dort zum Dr. oec. mit einer Dissertation zum Thema "Internationalisierung von Universitäten". Verschiedene Praktika und andere Tätigkeiten führten ihn auch in die Bereiche Bank, Beratung und öffentliche Verwaltung.

Seit 1999 forscht, lehrt und berät er in Public Management. In einem Forschungsprojekt beschäftigt er sich mit der Umsetzung von Reformen in der deutschen Bundesverwaltung. Das Hochschulmanagement stellt einen Schwerpunkt in Spouns Tätigkeitsspektrum dar. Als Delegierter des Rektors der Universität St. Gallen für Universitätsentwicklung konzipiert er nicht nur, sondern setzt auch um. Bereits seit sechs Jahren leitet er das Projekt einer "Neukonzeption der Lehre", eine fundamentale Umstellung des Studiums auf Bachelor und Master sowie die Einführung verschiedener innovativer didaktischer wie organisatorischer Maßnahmen. Er ist programmverantwortlich für das sog. Kontextstudium, in dem Studierende Handlungskompetenz sowohl im Bachelor- wie im Master-Studium ausbilden.


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