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Berufe für Frauen statt Frauenberufe

06.12.2005 - (idw) Universität Augsburg

Dreiteilige Vortragsserie des Augsburger Mentorin-Programms "ProMentora" für Studentinnen und Gymnasiastinnen startet am 8. Dezember.
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Am 8. Dezember findet an der Universität Augsburg der erste von insgesamt drei Vorträgen einer dreiteiligen Reihe statt, die sich unter dem Motto "Berufe für Frauen statt Frauenberufe" speziell an Studentinnen und auch an Gymnasiastinnen der höheren Jahrgangsstufen richtet. "Wir bieten hier aus erster Hand und von Frau zu Frau Informationen zu Berufsbildern aus den Bereichen Mathematik, Naturwissenschaft und Technik. Es geht uns darum, Studentinnen und Schülerinnen einen unmittelbaren und motivierenden Einblick in den Berufsalltag hochqualifizierter Wissenschaftlerinnen zu ermöglichen, die außerhalb der 'klassischen' Frauendomänen tätig sind", sagt Dr. Susanne Maier. Als Verantwortliche für das Mentoring-Programm "ProMentora" hat sie dies Vortragsreihe organisiert. Nach der ersten Veranstaltung am 8. Dezember werden in dieser Reihe zwei weitere am 13. Dezember und am 19. Januar stattfinden. "Die Referentinnen der Reihe gestalten ihre Vorträge zwar gezielt für die Studentinnen und Gymnasiastinnen unseres Mentoring-Programms, die auch Gelegenheit haben werden, konkrete Fragen zum Werdegang und zum Arbeitsbereich der Referentinnen zu stellen. Aber selbstverständlich", so Maier, "sind auch alle anderen Studentinnen und Schülerinnen - und auch Studenten und Schüler - willkommen, die sich für Arbeitsmöglichkeiten und Berufsbilder in den genannten Bereichen interessieren und darüber hinaus wissen wollen, inwiefern und warum das Geschlecht hier eine Rolle spielen kann.

WIE FORSCHT ES SICH IN EINEM MPI?

Zum Auftakt der Reihe beantwortet am 8. Dezember Prof. Dr. Gisela Schütz, Direktorin am Max-Planck-Institut (MPI) für Metallforschung in Stuttgart, die Fragen: "Was ist eigentlich Materialwissenschaft? Und wie forscht es sich in der Max-Planck-Gesellschaft?" In ihrem Vortrag wird die Physikerin erklären, wie neue Erkenntnisse der Materialwissenschaft in rasantem Tempo in die moderne Technik einfließen und unser Leben verändern können und welche Rolle dabei eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung wie die Max-Planck-Gesellschaft spielt.

Schütz wurde 1993 an der Universität Augsburg zur Professorin ernannt und übernahm 1997 einen Lehrstuhl am Institut für Experimentelle Physik der Universität Würzburg. Die dreifache Mutter erhielt für ihre wissenschaftliche Arbeit 1989 den Otto-Klung-Preis und den Agilent Technology Award 2000 (Hewlett Packard Preis 2000). Seit 2001 ist sie Wissenschaftliches Mitglied und Direktorin am MPI für Metallforschung in Stuttgart.

WAS IST BIOINFORMATIK

Im zweiten Vortrag beschäftigt sich Dr. Sabine Tornow am 13. Dezember mit der Frage "Was ist eigentlich Bioinformatik?". Die Referentin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Theoretische Physik III der Universität Augsburg, wird zeigen, dass bei dieser noch jungen Disziplin die Summe mehr ist als ihre Teile.

WIE DANIELA DÜSENTRIEB TECHNIK ENTWICKELT

Den dritten Vortrag am 19. Januar 2006 bestreitet Prof. Dr. Susanne Ihsen. Sie hat seit diesem Jahr die Professur für Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften an der Technischen Universität München inne. Unter der Überschrift "Was machen eigentlich Daniel und Daniela Düsentrieb heute? Wie Technikentwicklungen heute entstehen und welche Probleme sie lösen" geht es in ihrem Vortrag um technische Produkte und Dienstleistungen, die ja bekanntlich nicht vom Himmel fallen, sondern in Forschungs- und Entwicklungsteams erfunden und weiterentwickelt werden. Immer stärker orientieren sich die Ingenieurinnen und Ingenieure dabei auch an Fragen der gesellschaftlicher Entwicklung, die sie mit technischen Innovationen unterstützen wollen.
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DIE TERMINE IM ÜBERBLICK:

o 8. Dezember 2005, 16.00-17.00 Uhr:
Prof. Dr. Gisela Schütz: Was ist eigentlich Materialwissenschaft? Und wie forscht es sich in der Max-Planck-Gesellschaft?
(Hörsaalzentrum Physik, Universitätsstraße 1, Raum 1005)

o 13. Dezember 2005, 16.00-17.00 Uhr
Dr. Sabine Tornow: Was ist eigentlich Bioinformatik?
(Physik-Gebäude Nord, Universitätsstraße 1, Raum 242)

o 19. Januar 2006, 16.00-17.00 Uhr
Prof. Dr. Susanne Ihsen: Was machen eigentlich Daniel und Daniela Düsentrieb heute? Wie Technikentwicklungen heute entstehen und welche Probleme sie lösen
(Hörsaalzentrum Physik, Universitätsstraße 1, HS 1004)

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ZU PROMENTORA:

ProMentora ist ein Teilprojekt eines umfassenden Gender Mainstreaming-Programms, das von der Frauenbeauftragten Prof. Dr. Hildegard Macha für die Universität Augsburg konzipiert wurde und dessen Umsetzung von ihr in Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen des Frauenbüros koordiniert wird. "Gender Mainstreaming" beschreibt den aus dem Bewusstsein, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt, resultierenden Auftrag, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen. Im Rahmen des Gender Mainstreaming-Programms der Universität Augsburg wurde ProMentora gemeinsam mit imento, dem "Institut für Mentoring, Training und Organisationsentwicklung" (München), entwickelt. Das Projekt wird aus Mitteln des Hochschulwissenschaftsprogramm (HWP) gefördert. Mehr zu ProMentora: http://www.presse.uni-augsburg.de/unipressedienst/2005/pm2005_065.shtml; zum Gender Mainstreaming-Programm der Universität Augsburg: http://www.uni-augsburg.de/projekte/gendermainstreaming/

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KONTAKT, INFORMATION, ANMELDUNG:

Dr. Susanne M. Maier
Koordinatorin ProMentora
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon 0821/598-5064
promentora@phil.uni-augsburg.de

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