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Alumni-Förderverein des Fraunhofer IPSI zeichnet die besten Diplomarbeiten 2005 aus

15.12.2005 - (idw) Fraunhofer-Gesellschaft

Verteilter Index für dezentrale XML-Netzwerke

Wasserzeichenbasierter Suchmechanismus überführt kriminelle eBay-Anbieter Darmstadt, 15.12.05 - Der Alumni-Förderverein (VIA) des Fraunhofer-Instituts IPSI in Darmstadt hat am 14. Dezember seinen Preis für die besten Diplomarbeiten 2005 doppelt verliehen. Die vormaligen Studenten Ellen Kremer und Konstantin Pussep wurden für ihre herausragenden Abschlussarbeiten an der Technischen Universität Darmstadt (TUD) in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut ausgezeichnet. Beide Arbeiten wurden mit der Note 1,0 bewertet. Die Juroren Prof. Dr. Erich Neuhold, Vorsitzender des VIA und früherer Leiter des Fraunhofer IPSI, und Prof. Dr.-Ing. Matthias L. Hemmje, stellvertretender Vorsitzender und heute an der Fernuniversität Hagen, hatten sich darauf verständigt, den im Jahr 1999 eingeführten IPSI-Alumni-Preis erstmals doppelt zu vergeben: einmal für die beste wissenschaftlich-technische Diplomarbeit (Konstantin Pussep) und einmal für die beste markt- und kundenorientierte Diplomarbeit (Ellen Kremer). "Damit soll dem Spektrum des IPSI, das einerseits eine Forschungseinrichtung ist und andererseits marktfähige Verfahren entwickelt, entsprochen werden", begründet Hemmje diese Entscheidung.

Dezentralisierter Index beschleunigt Austausch von XML-Dokumenten

Die Arbeit von Konstantin Pussep wurde in englischer Sprache an der TU Darmstadt im Fachbereich Informatik bei Prof. Dr. Thomas Hofmann, gleichzeitig Leiter des Fraunhofer IPSI, eingereicht. Sie trägt den Titel: "Improving Xpath Query Execution in P2P-DOM by Building a Decentralized Index". Mit Pusseps Entwicklung kann eine auf mehreren räumlich getrennten Rechnern in Teilen gespeicherte XML-Datenbank sehr viel leichter unterhalten werden als mit herkömmlichen Techniken. Die Juroren sehen die Untersuchung als preiswürdig an, da sie ein wichtiger Schritt bei der Realisierung eines dezentralen XML-Speichersystems (P2P-DOM) innerhalb des BRICKS-Projektes der Europäischen Union sei. Das Projekt BRICKS (Building Resources for Integrated Cultural Knowledge Services) hat zum Ziel, ein dezentralisiertes Netzwerk für den integrierten Zugriff auf digitale Kulturgüter in Europa zu schaffen. Das Darmstädter Institut übernimmt dabei den technischen Aufbau von BRICKS und stellt die Infrastruktur bereit (Anmerkung für die Redaktionen: s. dazu auch die Pressemitteilung vom 3. November 2005 auf der IPSI-Website im Pressebereich). Pusseps Entwicklung hat weit über BRICKS hinaus Bedeutung, da XML (extensible markup language) in Zukunft das im Internet gebräuchliche Datenformat sein wird und die herkömmlichen HTML-Daten ablösen soll.

Wasserzeichenbasierter Suchmechanismus überführt kriminelle eBay-Anbieter

Die Nachwuchsforscherin Ellen Kremer löste erfolgreich die Problematik einer wasserzeichenbasierten Suche in der Internet-Auktionsplattform eBay. Dazu verwendete sie das am IPSI entwickelte, sogenannte Container-Verfahren, mit dessen Hilfe Wasserzeichen eingebettet und ausgelesen werden können. Der von ihr entwickelte Suchmechanismus spürt Produktfotos auf, die für andere Internetauftritte, z.B. in den Katalogen der Hersteller, mit unsichtbaren Wasserzeichen markiert wurden und unrechtmäßig von diesen Internetauftritten herunterkopiert wurden. In den meisten Fällen verfügen eBay-Anbieter durchaus über die Technik und das Know-how, um ein qualitativ ausreichendes digitales Foto ihrer Angebote zu erzeugen. Deshalb, so die Vermutung, sind kopierte Fotos typisch für Betrüger, die nicht im Besitz eines guten Bildes eines Originalproduktes sind, da sie mangelhafte Ware, Plagiate oder Grauimporte anbieten. Da ein gutes Artikelfoto eine Kaufentscheidung bei Online-Auktionen erwiesenermaßen begünstigt, greifen solche Anbieter gerne zu den Originalfotos der Hersteller, was in den meisten Fällen an sich schon eine Urheberrechtsverletzung ist, selbst wenn damit keine betrügerischen Absichten verfolgt werden. Die neue Suchtechnologie trägt deshalb unmittelbar dazu bei, Internetkriminalität einzudämmen - in manchen Fällen Betrugsabsichten, auf jeden Fall aber Urheberrechtsverletzungen.

Neben der technischen Seite hat sich Ellen Kremer auch mit der Vermarktung ihres Verfahrens beschäftigt. In seinem Bewertungsschreiben hebt ihr Betreuer Dr. Martin Steinebach, Leiter des Bereichs Mediensicherheit am IPSI http://www.ipsi.de/wasserzeichen deshalb auch die Vielschichtigkeit der Aufgabenstellung und die selbstständige Arbeitsweise der Absolventin hervor. Eingereicht wurde die Arbeit ebenfalls bei Prof. Dr. Thomas Hofmann.
Ellen Kremer konnte ihren Preis nicht selbst in Empfang nehmen, da sie sich beruflich zur Zeit in den USA aufhält.

Prof. Dr. Arnd Steinmetz, der ebenfalls dem Kuratorium des VIA angehört und heute an der Fachhochschule Darmstadt lehrt, überreichte die Auszeichnung stellvertretend an Dr. Martin Steinebach und an Konstantin Pussep persönlich. Die Anerkennung besteht in einer offiziellen Urkunde, einem kleinen Überraschungspräsent und in der freien Mitgliedschaft im Verein IPSI Alumni auf Lebenszeit. Informationen über den Verein finden sich auf http://www.ipsi.fraunhofer.de/alumni/alumni_index.htm.

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Fraunhofer-Institut für
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Fraunhofer IPSI - Alumnipreis 2005

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