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FH Münster und FH Osnabrück entwickeln mit gemeinsamen Ressourcen zwei Masterangebote

22.12.2005 - (idw) Fachhochschule Osnabrück

Ideenreichtum ist gefragt - zumal in Zeiten leerer öffentlicher Kassen. Für Hochschulen bedeutet das, sich zunehmend für Vorhaben, die sie alleine nicht tragen können, Partner zu suchen. Eine solche Partnerschaft sind die Fachhochschulen Münster und Osnabrück eingegangen. Über die Ländergrenze hinweg werden sie künftig zwei gemeinsame Studiengänge anbieten. "Nur durch die Bündelung unserer fachlichen Kompetenzen ist es möglich, diese völlig neuartigen Studienangebote zu entwickeln", erklärte heute Präsident Prof. Dr. Erhard Mielenhausen von der FH Osnabrück während der Unterzeichnung der Kooperationsurkunden. Für Rektor Prof. Dr. Klaus Niederdrenk ein wegweisender Schritt: "Mit den beiden Master-Angeboten positionieren wir uns frühzeitig in einem von wachsendem Wettbewerb geprägten Umfeld an vorderster Stelle".

"Auditing, Finance and Taxation" lautet der Name des einen Masterstudiengangs. Gefördert als innovativer Studiengang durch die Bund-Länder-Kommission geht es in diesem weiterbildenden Studiengang um wirtschaftliches Prüfungswesen, um Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie um Wirtschafts- und Steuerrecht. Das Neuartige an diesem Angebot: Erstmals ersetzt ein Studiengang einen Teil der umfassenden staatlichen Prüfung zum Wirtschaftsprüfer. Angerechnet werden die Teilprüfungen im Bereich Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie im Wirtschaftsrecht. Darüber hinaus bereitet das viersemestrige Studium am Fachbereich Wirtschaft (Münster) und in der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (Osnabrück) auf die weiteren Prüfungsgebiete des Wirtschaftsprüfungsexamens vor. Voraussetzungen für die Einschreibung sind Bachelorabschluss oder Diplom, mindestens ein Jahr Berufserfahrung sowie das Bestehen einer Zugangsprüfung. Die beiden Hochschulen nehmen voraussichtlich im Wintersemester 2006/2007 die Lehre in Münster und Osnabrück auf.

Mit dem grundständigen Masterangebot "Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft" schlagen die Oecotrophologen beider Hochschulen ein neues Kapitel auf. Interdisziplinarität im Bereich Ernährung und Dienstleistung ist seit jeher ein zentrales Thema im Studium. Künftig wollen die Lehrenden des Fachbereichs Oecotrophologie (Münster) und der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur (Osnabrück) das bisherige Themenspektrum um den Aspekt der Nachhaltigkeit erweitern. Dabei wird ein Bogen von der Produktion von Nahrungsmitteln über den Handel und die Entwicklung von Marken bis hin zum Verbraucher geschlagen. Ein Beispiel: Der Anteil der Außer-Haus-Verpflegung steigt stetig an. Die Wissenschaftler sehen hier eine große Herausforderung in der Entwicklung nachhaltiger Dienstleistungsangebote für die Gemeinschaftsverpflegung. Dazu gehören beispielsweise Kantinen, Schul- und Krankenhausverpflegung oder Mensen. Veranstaltungsort dieses Masterangebots wird überwiegend Münster sein, wo auch die Lehrenden aus Osnabrück ihre Vorlesungen und Seminare halten werden. Das Masterprogramm beginnt im Wintersemester 2008/2009.

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