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Uni Mannheim verleiht Preis für wissenschaftliche Arbeiten von sprachlicher Brillanz

09.01.2003 - (idw) Universität Mannheim

Rektor Arndt:Sprachliches Niveau vieler heutiger Arbeiten ist eine Zumutung/ 3.000 Euro Preisgeld/ Zusammenarbeit der Universität mit dem Dudenverlag und dem Verlag C.F. Müller

Als erste bundesdeutsche Hochschule verleiht die Universität Mannheim künftig einen Preis für wissenschaftliche Arbeiten von besonderer sprachlicher Brillanz. Mit dem "Preis für Sprache und Wissenschaft" sollen Dissertationen und Habilitationsschriften ausgezeichnet werden, die nicht nur hohen wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, sondern auch stilistisch herausragen. Der mit 3.000 Euro dotierte Preis wird 2003 erstmals vergeben.

"Das sprachliche Niveau vieler Dissertationen und Habilitationsschriften ist schlichtweg eine Zumutung", erklärt Universitätsrektor Professor Dr. Hans-Wolfgang Arndt. "Das ist nicht nur ein Ärgernis für die Betreuer und Gutachter. Es ist in erster Linie Ausdruck einer Einstellung, die wir uns nicht länger leisten können. Viele angehende Wissenschaftler in Deutschland sind offenbar der Überzeugung, sie bräuchten sich um die Vermittlung ihrer Forschungsergebnisse nicht zu bemühen. Das Gegenteil aber ist der Fall: Forschung lebt vom Austausch. Den Grundstein für eine ertragreiche Kommunikation legen die Autoren nicht mit verqueren Satzungetümen und leeren Worthülsen, sondern mit einer klaren und präzisen Sprache. In dieser Hinsicht können wir viel von angloamerikanischen Ländern lernen", so Arndt.

Mit der Auslobung des Preises will die Universität Mannheim dieser Entwicklung gezielt entgegensteuern und Anreiz geben, dem Vorbild des englischsprachigen Auslands zu folgen. Die Arbeiten sollen "sich nicht nur durch ein hohes wissenschaftliches Niveau auszeichnen, sondern auch in stilistischer Hinsicht beispielhaft für deutsche Sachprosa sein", heißt es in der Satzung. Unterstützt wird die Universität bei diesem Vorhaben durch zwei fachkundige Kooperationspartner, den Dudenverlag und den Verlag C.F. Müller. Die beiden renommierten Verlagshäuser aus Mannheim und Heidelberg stellen künftig zu gleichen Teilen das Preisgeld von 3.000 Euro.

Die Preisverleihung findet ab 2003 jährlich im Rahmen des Mannheimer Universitätstages statt. Mögliche Preisträger sollen zunächst Doktoranden und Habilitanden der Universität sein. Eine bundesweite Ausschreibung ist jedoch bereits angedacht. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine vierköpfige Jury. Vorsitzender ist Professor Dr. Theo Stemmler vom Mannheimer Lehrstuhl für Anglistik I. Weitere Mitglieder sind der amtierende Rektor der Universität Mannheim, sowie Dr. Matthias Wermke, Leiter der Dudenredaktion und ein Vertreter des C.F. Müller Verlages.
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