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Technologietransfer für schnelleren Datenverkehr im Internet

10.01.2003 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Universität bringt Wissenschaft und Wirtschaft zusammen

"Die Universität Würzburg ist die zentrale Stelle für den Technologietransfer in der Region." Das hat Uni-Kanzler Bruno Forster am Donnerstag, 9. Januar, bei einer Sitzung der Arbeitsgemeinschaft "Chancen-Region Mainfranken" betont. Der Transfer von Wissen und Technologie aus der Wissenschaft in die Wirtschaft sei der Universität seit zehn Jahren ein großes Anliegen. Sie sehe sich hier in der Verantwortung für ganz Mainfranken, so Forster.

Jüngstes Beispiel für einen gelungenen Technologietransfer: Der Informatik-Professor Dr. Phuoc Tran-Gia hat im Dezember 2002 eine Kooperation mit der Infosim Networking Solutions AG vereinbart. Ziel ist die Entwicklung einer Software, mit welcher sich der Datenverkehr im Internet optimieren lässt. Die Bayerische Staatsregierung finanziert das Projekt im Rahmen eines Förderprogramms mit.

Bereits Anfang der 90er-Jahre hat die Uni Würzburg in ihrer Zentralverwaltung eine eigene Abteilung für den Technologietransfer eingerichtet. Deren Aufgabe ist es, Know-How aus möglichst vielen Fachbereichen und auf möglichst vielen Wegen intensiv nach außen zu vermitteln. Hierzu werden Wissenschaftler und an Kooperationen mit der Universität interessierte Unternehmen informiert, beraten und unterstützt.

Die Abteilung wurde konsequent ausgebaut und hat inzwischen sieben Mitarbeiter; ihr Leiter ist Dr. Thomas Schmid. Sie besteht neben dem allgemeinen Technologietransfer aus einer Beratungsstelle für Firmenausgründungen, einer Erfinder- und Patentberatung sowie dem von der Chancen-Region getragenen Projekt "Innovationen aus der Wissenschaft für die Wirtschaft Mainfrankens". Bei letzterem geht es darum, das Leistungspotenzial der Universität besonders in den kleinen und mittleren Unternehmen der Region bekannt zu machen.

Kanzler Forster und Dr. Schmid präsentierten diese und weitere Serviceleistungen der Abteilung VIII "Forschungsförderung, Technologie- und Wissenstransfer" bei einer Sitzung der Leitungsgruppe der Chancen-Region Mainfranken im Congress Centrum Würzburg:

Im Zuge des "klassischen" Technologietransfers ermöglichen die Mitarbeiter den Zugang zum fachlichen Angebot und zur apparativen Ausstattung der Universität. Sie beraten auch über Fördermöglichkeiten. Kooperationsformen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sind zum Beispiel gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte, wissenschaftliche Studien, Diplomarbeiten oder Praktika in Unternehmen.

Die Gründerberatung zielt darauf ab, Wissenschaftler wie Studierende gleichermaßen zur Gründung von Unternehmen zu ermutigen. Sie bietet praxisorientierte Unterstützung bei der Entwicklung der Geschäftsidee, der Erstellung von Business- und Finanzierungsplänen sowie Hilfestellung auf dem Weg zur Firmengründung.

Die industrielle Verwertung von universitären Forschungsergebnissen und technologischen Entwicklungen ist ein besonders wichtiger Weg zur Stärkung der Wirtschaft. Hierfür sind eine Erfinderberatung für die gesamte Universität und eine weitere speziell für die Bereiche Biomedizin und "Life Sciences" eingerichtet. Ihr Ziel ist die Förderung des Prozesses von der technologischen Entwicklung zur Erfindung, Erfindungsmeldung, Patentanmeldung und schließlich zur Patentverwertung.

Das Serviceangebot für Unternehmen umfasst, gebündelt an einer Stelle, die Information über das Leistungspotenzial der Uni und anderer regionaler Forschungseinrichtungen, zum Beispiel der Fachhochschule oder des Süddeutschen Kunststoffzentrums. Weiterhin verschafft die Abteilung VIII Zugang zu Wissen und Technologien, stattet den Firmen kostenlos Besuche zur persönlichen Beratung ab, macht Vorschläge zur individuellen Problemlösung und vermittelt Kooperationen mit unabhängigen Spezialisten.

Lehrstühlen und Forschungseinrichtungen werden Kontakte zu Firmen vermittelt. Das gilt insbesondere dann, wenn Realisierungspartner für eine Produktidee, eine Erfindung, ein entwickeltes Verfahren oder für eine wissenschaftliche Fragestellung gesucht werden oder wenn das Wissen einer Forschungseinrichtung als Beratungsleistung angeboten werden soll.

Weitere Informationen: Dr. Thomas Schmid, T (0931) 31-2529, Fax (0931)31-2605, E-Mail:

forschung@zv.uni-wuerzburg.de
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