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Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Gisela Rauschhofer

20.01.2006 - (idw) Fachhochschule Erfurt

(Erfurt) Aus den Händen von Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) hat Prof. Dr. Gisela Rauschhofer (Wiesbaden) am 20. Januar 2006 in der Erfurter Staatskanzlei das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Mit der hohen Auszeichnung wurde insbesondere das Engagement der Professorin beim Aufbau und bei der Gestaltung der Thüringer Hochschullandschaft gewürdigt.

Die gebürtige Wiesbadenerin Gisela Rauschhofer hatte 1967 ihr Examen als Diplom-Volkswirtin abgelegt und 1973 an der Universität Mainz promoviert. Nach Tätigkeiten in der Privatwirtschaft, Lehrtätigkeiten an den Fachhochschulen Mainz und Wiesbaden, einer Honorarprofessur und einer Professur an der FH Wiesbaden wurde sie 1992 zur Gründungsdekanin des Fachbereichs Wirtschaft der Fachhochschule Erfurt ernannt.
Als 1993 erstmals an der 1991 gegründeten Hochschule Rektorwahlen stattfanden, wurde Prof. Dr. Gisela Rauschhofer zur Rektorin der Fachhochschule Erfurt gewählt. In dieser Funktion war sie bis 1997 tätig. Wichtige Punkte des Aufbaus der Hochschule waren vor allem 9 Studiengänge sowie die internationale Ausrichtung der Hochschule durch die Schaffung des Auslandsreferates, der Abschluss verschiedener Partnerschaftsverträge mit ausländischen Hochschulen, der Aufbau eines multimedialen Sprachlabors und die Gründung eines Fördervereins. In ihre Amtszeit fielen u.a. mit der Profilierung der Hochschule die Schaffung der Selbstverwaltungsgremien und der ersten Satzung, der Ankauf eines Großteils des jetzigen Campus der Fachhochschule durch den Freistaat Thüringen im Oktober 1994, die europaweite Ausschreibung der Bauvorhaben, die Berufung der Professorenschaft, die Konstituierung des ersten Kuratoriums der FH im Februar 1996, das erste Sommerfest und der erste Ball der Fachhochschule Erfurt. 1997 zu Ende ihres Rektorats hatte die FHE bereits 3000 Studierende.

Im Anschluss an ihre Tätigkeit an der FH Erfurt brachte Professorin Rauschhofer ihre umfangreichen hochschulpolitischen Erfahrungen als Gründungsrektorin bei Gründung und Aufbau der Fachhochschule Nordhausen ein. Zunächst übernahm sie im Juli 1997 die Aufgabe der Gründungskoordinatorin der FH Nordhausen und leitete diese Hochschule ab November 1997 als Gründungsrektorin bis zu ihrer Verabschiedung in den Ruhestand im Februar 2001.

Während ihrer Rektorate in Thüringen und nach ihrer Emeritierung war Professorin Rauschhofer in verschiedenen hochschulpolitischen Gremien wie dem Deutschen Akademischen Austauschdienst u.a. tätig.

Die beiden Thüringer Fachhochschulen haben mittlerweile fast 6000 Studierende (Erfurt: 4.271, Nordhausen: 1.526), die von rund 180 Professoren (Erfurt: 145, Nordhausen: 35) betreut werden.

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