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Pressegespräch zum 5. Impfsymposium "Waldthausen" - aktualisiertes Programm und weitere Informationen

23.01.2006 - (idw) Stiftung Präventive Pädiatrie

Anlässlich des Impfsymposiums "Waldthausen V" vom 26.01 - 28.01. 2006 findet am 26. 01. 2006 (11:30 bis 13:00 Uhr ) auf Schloss Waldthausen in Budenheim bei Mainz ein Pressegespräch statt. Aus aktuellem Anlass spricht Dr. Michael Pfleiderer, Fachgebietsleiter für Virusimpfstoffe am Paul-Ehrlich Institut über "Impfstoffknappheit am Beispiel der Vogelgrippe". Neu: Dr. Ursel Lindlbauer-Eisenach, Kinder- und Jugendärztin aus München und Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI übernimmt den Part "Impfen als Voraussetzung für den Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen". Einen Überblick über das gesamte Waldthausen-Symposium bietet anschließend Univ.-Prof. Dr. Heinz-J. Schmitt, Infektiologe an der Universitätskinderklinik in Mainz und Organisator des Symposiums. Schmitt ist auch Vorsitzender der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut. Weitere Informationen zu den einzelnen Vorträgen des Pressegesprächs:

Vogelgrippe - und kein Ende?

Die Vogelgrippe bestimmt seit Wochen die Schlagzeilen. Mit dem Vorrücken dieser Tierseuche nach Westen wächst auch die Beunruhigung in Deutschland. Experten warnen vor der Gefahr, dass aus dem Tiervirus ein Erreger mutieren könnte, der von Mensch zu Mensch übertragbar ist.

Firmen und Institutionen bereiten sich auf diesen Ernstfall vor. Aber wie groß ist die Gefahr für den Menschen wirklich? Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) sterben jährlich tausende von Menschen in Deutschland an den Folgen der Influenza, der "echten" Grippe. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die vorbeugende Schutzimpfung für alle Menschen ab 60 Jahren sowie für Personen mit einer Grunderkrankung. Doch auch bei diesen Risikogruppen gab es in den letzten Jahren große Impflücken. In dieser Saison hat die Beunruhigung durch die Vogelgrippe zu einer verstärkten Nachfrage von Grippeschutzimpfungen geführt - ein vorübergehender Engpass an Impfstoffen war die Folge. Deutschland ist einer der wichtigsten Standorte für die weltweite Produktion von Grippeimpfstoffen. Wie kann zukünftig sichergestellt werden, dass hierzulande ausreichend Grippeimpfstoff für die besonders gefährdeten Personengruppen zur Verfügung steht? Wie weit ist man bei der Produktion eines Pandemie-Impfstoffes? Dr. Michael Pfleiderer, Fachgebietsleiter für Virusimpfstoffe am Paul-Ehrlich-Institut (Bundesamt für Sera und Impfstoffe, http://www.pei.de) gibt Auskunft über die aktuellen Entwicklungen in Deutschland.

Impflücken in Deutschland - Impfschutz in Gemeinschaftseinrichtungen muss verbessert werden

Nur etwa 60% der Kinder in Deutschland (Quelle: Robert Koch-Institut) verfügen über einen vollständigen Impfschutz gegen Masern. Im Jahr 2005 sind die Erkrankungszahlen wieder gestiegen. Noch immer sterben hierzulande Kinder an dieser hochansteckenden Infektionskrankheit. Besonders gefährdet sind ungeschützte Säuglinge, die im 1. Lebensjahr noch nicht geimpft werden können. Gerade bei diesen Kindern ist das Risiko besonders hoch, an einer Spätfolge der Maserninfektion zu erkranken, die immer tödlich endet - die chronische Gehirnentzündung, subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Bei vielen der in Deutschland im Jahr 2005 aufgetretenen SSPE-Fällen erfolgte die Ansteckung im Kindergarten und in Kindertagesstätten. Nicht zuletzt deshalb fordert der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ, http://www.kinderaerzte-im-netz.de) Impfungen als Voraussetzung für den Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen. Diese Strategie, die in den USA unter dem Slogan "no vaccination - no school" praktiziert wird, hat dort zur Ausrottung der Masern geführt. In vielen anderen Ländern der Welt - Südamerika, Skandinavien sowie zahlreiche Länder in Afrika und Asien gelten als masernfrei - sind die Masern durch so klar definierte Impfziele erfolgreich bekämpft worden. Frau Dr. Ursel Lindlbauer-Eisenach, Kinder- und Jugendärztin aus München und Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI wird erläutern, wie es auch in Deutschland möglich ist, das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Masern bis 2010 zu eliminieren, durch ein nationales Impfkonzept zu erreichen.

Gebärmutterhalskrebs um 70% reduzieren

"Mit der neuen Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) haben wir die Möglichkeit, die Zahl der bösartigen Erkrankungen des Gebärmutterhalskrebses um 70% zu reduzieren. Dies könnte ein ganz wichtiger Meilenstein bei der Bekämpfung von Krebs werden", so Univ.-Prof. Heinz-J. Schmitt, Infektiologe an der Universitätsklinik in Mainz und Organisator des Symposiums, der auch Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) ist. Auch zum Impfstoff gegen Rotaviren - einer der häufigsten Ursachen für Durchfallerkrankungen bei Kindern weltweit - werden die neuesten Studienergebnisse vorgestellt, die vor der Einführung dieser Impfstoffe durchgeführt wurden. Auf dem Impfsymposium "Waldthausen V" vom 26.01 - 28.01. 2006 werden namhafte Experten aus dem In- und Ausland darüber referieren, wie alte und neue Impfstoffe in Zukunft optimal eingesetzt werden können. Im Focus des diesjährigen Symposiums stehen außerdem Impfstoffe gegen Hirnhautentzündung (Meningitis C), Pneumokokken und Pertussis für Erwachsene (Keuchhusten), Univ.-Prof. Heinz-J. Schmitt gibt während des Pressegesprächs dazu eine kurze Übersicht.

Programm: Pressegespräch WALDTHAUSEN V
Zeit: 26. Januar 2006, 11:30 bis 13:00 Uhr
Moderation: Heinz-J. Schmitt

11.30 - 12.00
Impfen als Voraussetzung für den Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen
U. Lindlbauer-Eisenach, Kinder- und Jugendärztin aus München

12.00 - 12.30
Impfstoffknappheit am Beispiel der Vogelgrippe
M. Pfleiderer, Paul Ehrlich-Institut, Langen

12.30 - 13.00
Waldthausen V: Ein Überblick
H.-J. Schmitt, Universitätskinderklinik, Mainz


Anfahrtsskizze sowie Gesamtprogramm des Impfsymposiums und Pressemappe auf Anfrage. Videomaterial (Beta SP) bzw. Fotomaterial auf CD zu den Themen Influenza, Pandemie und Masern-SSPE liegt vor.

Kontakt zu einzelnen Referenten des Impfsymposiums wird gerne auch im Vorfeld vermittelt. Auch kürzere Teilnahme am Pressegespräch möglich.

KONTAKT:
Email: htr-science(at)email.de
Tel.: 06421/67728
Weitere Informationen: http://www.stiftung-praeventive-paediatrie.de Veranstalter des Impfsymposiums
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